Haus Peters

Nikolaus Störtenbecker: Grafikpräsentation und Künstlergespräch

Noch bis zum 28.2.2016 ist der Künstler Nikolaus Störtenbecker mit der Ausstellung „Querbeet“ zu Gast. Zum 75. Geburtstag des Begründers der norddeutschen Realisten zeigt das Haus Peters einen Querschnitt seines Werkes. Der Ausstellungstitel „Querbeet“ ist dabei doppeldeutig zu verstehen: Es ist sowohl ein Streifzug durch das Lebenswerk des Künstlers als auch ein gärtnerischer Ausflug mit Rosen- und Blumenbildern sowie Gartenszenen.

Am 14.11. sind Interessierte zu einem Künstlergespräch eingeladen und können sich in der Ausstellung mit dem Künstler austauschen und Fragen zu Motiven und Technik stellen. Außerdem wird an diesem Tag eine neue Grafik des Künstlers vorgestellt, die dann im Haus Peters zu einem Sonderpreis erhältlich ist. Die Überraschungsgrafik ist speziell zu diesem Termin entstanden und dürfte für Grafikfreunde von besonderem Interesse sein. Es wird ein Küstenmotiv sein, gedruckt als Farbholzschnitt in japanische Technik, die typisch für den Künstler ist. Die Auflage ist limitiert.
Während der Veranstaltung wird Störtenbecker auch die einzelnen Schritte der Entstehung seiner Grafik erläutern und verschiedene Stadien des Druckvorgangs dokumentieren.

In der Ausstellung werden hauptsächlich Ölgemälde und Farbholzschnitte nach japanischer Art präsentiert. Stillleben, Interieurs und Porträts sind die Themen, aber vor allem auch die norddeutsche Landschaft und insbesondere die Gartenlandschaft direkt vor seiner Tür im heimischen Munkbrarup – Ruhepol und Inspiration zugleich für den Künstler, der in ihr das perfekte Zusammenspiel von Natur und Kunst sieht. Dort entstehen intime Naturansichten, die jedoch keine fotorealistischen Wiedergaben sind, sondern die Natur in eine eigene Formensprache übersetzen.

Ausstellungsdauer: bis 28.2.2016

14.11., 15 Uhr: Künstlergespräch mit Nikolaus Störtenbecker und Präsentation seiner Überraschungsgrafik

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30.10.: Erzähl mir was! Wie Gewürze und Kakao nach Tetenbüll kamen

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„Querbeet“ von Nikolaus Störtenbecker – Jubiläumsausstellung des Norddeutschen Realisten im Haus Peters

Ab dem 17.10. ist der Künstler Nikolaus Störtenbecker mit der Ausstellung „Querbeet“ zu Gast. Zum 75. Geburtstag des Begründers der norddeutschen Realisten zeigt das Haus Peters einen Querschnitt seines Werkes. Der Ausstellungstitel „Querbeet“ ist dabei doppeldeutig zu verstehen: Es ist sowohl ein Streifzug durch das Lebenswerk des Künstlers als auch ein gärtnerischer Ausflug mit Rosen- und Blumenbildern sowie Gartenszenen.

Störtenbecker Querbeet

Nikolaus Störtenbecker (*1940) ist so etwas wie der Ziehvater der jüngeren Generation der „Norddeutschen Realisten“, die sich längst als eine Art Markenzeichen der Schleswig-Holsteinischen Kunstszene etabliert haben. 1965 war Störtenbecker Mitbegründer der Künstlergruppe ZEBRA, die sich vom damals herrschenden Informel abwandte und einen neuen Realismus in der Kunst forderte; in den späten 70er Jahren gab es eine weitere Zensur im künstlerischen Schaffen Störtenbeckers, nämlich die konsequente Rückkehr zum Naturalismus, die Rückkehr zur Plenair-Malerei, gleichsam eine Hommage an die Landschafts- und Genremalerei der norddeutschen Künstler des 19. Jahrhunderts.

Störtenbecker Raps, 2013

In der Ausstellung werden hauptsächlich Ölgemälde und Farbholzschnitte nach japanischer Art präsentiert. Stillleben, Interieurs und Porträts sind die Themen, aber vor allem auch die norddeutsche Landschaft und insbesondere die Gartenlandschaft direkt vor seiner Tür im heimischen Munkbrarup – Ruhepol und Inspiration zugleich für den Künstler, der in ihr das perfekte Zusammenspiel von Natur und Kunst sieht. Hier findet er die künstlerische Freiheit mit den zeitgenössischen Konventionen brechen zu können. Die Landschaftsmalerei verlangt nach Spontaneität, nur kurze Momente bleiben, um die jeweilige Stimmung auf die Leinwand zu bannen. Störtenbecker malt, was sich ihm anbietet: „Dinge, die von selber zu mir sprechen, kann ich am besten malen.“ Sie geben dem Auge quasi „geheime Zeichen“ und „drängen sich freundschaftlich auf“.

Störtenbecker blaue Lilien

So entstehen intime Naturansichten, die jedoch keine fotorealistischen Wiedergaben sind, sondern die Natur in eine eigene Formensprache übersetzen. Eine ausgeprägte Farbigkeit und eine fast schon abstrakte Bildkomposition relativieren den Vorwurf der Gefälligkeit, der ihm oft nach seiner Rückkehr zum reinen Naturalismus gemacht wurde.

Für Nikolaus Störtenbecker jedoch besteht das Wesen eines Kunstwerks darin, etwas zur Erscheinung zu bringen – und selbst wenn dies „nur“ schöner Schein ist, so ist auch das ein legitimes Anliegen.

Ohne Zweifel ist die Oberfläche die wahre Essenz, denn sie ist mit den Sinnen zu erfassen, und sie liegt im Atmen und Blühen des Lebendigen und in den Lichtern und Schatten, den Farben und Formen des Unbelebten“, formuliert es der Künstler selbst.

Ausstellungsdauer: 17.10.2015-28.2.2016

Eröffnung: 17.10., 15 Uhr. Einführung: Augustin M. Noffke, Künstlerkollege; Eröffnung: Wolfgang Jansen.

Weitere Termine im Ausstellungszeitraum:

30.10., 20 Uhr: Der Tourismusverein Tetenbüll präsentiert: „Haus Peters: Handel im Wandel – wie Kakao und Gewürze nach Tetenbüll kamen“.


Öffnungszeiten: Di.-So.: 13-17 Uhr

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Tag des offenen Denkmals am 13.9. mit Susanne Wind

Noch bis zum 4. Oktober zeigt die Hamburger Künstlerin Susanne Wind ihre Ausstellung „Nordseeluft“ im Haus Peters. Am 13.9. zum Tag des offenen Denkmals, ist die Künstlerin wieder vor Ort. In einem Künstlergespräch beantwortet sie Fragen zu Technik und Motiven und gewährt Einblicke in ihr Schaffen. Auch die Besucher haben an diesem Tag Gelegenheit, Susanne Wind Fragen zu ihrer Arbeit und den ausgestellten Bildern zu stellen.

Als Malerin ist die Nordseeküste für mich eine unendliche Quelle von Stimmungen, die ich einfange. Wasser, Himmel und Strand gehören dazu, wie auch alltägliche Szenen der Küstenbewohner, der Straßen und Dörfer. Zu allen Jahreszeiten habe ich Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm, Fanø und Eiderstedt erlebt und fotografiert, um jetzt davon zu malen.“

Susannen Wind: Inselgarten, 2015

Susanne Wind ist dabei immer eine stille Beobachterin – ihr Blick bedrängt nicht die Objekte, die sie darstellt, auch wenn es Menschen oder Kinder sind – sie ist nie voyeuristisch. Sie beobachtet, schaut zu, aber sie bewertet nicht – und ebenso ergeht es dem Betrachter der Bilder: Er schlüpft selbst in die Rolle der Malerin, sieht plötzlich mit dem Künstlerauge – neutral, nicht wertend, sondern abwartend und still beobachtend – und wird so zum stillen Genießer einmaliger Momente, die direkt aus dem Leben gegriffen sind.

Susanne Wind: take off, 2015

Ihre Malerei gründet auf dem, was sie in der Freilichtmalerei gelernt hat: Ihre Motive sind nicht arrangiert, sondern werden von der Künstlerin immer wieder neu in der Natur entdeckt. Die realistische Malweise bleibt dabei immer ihr künstlerischer Hintergrund, auch wenn in Lichtreflexionen, Lichtflecken auf Wiesen oder Wegen durchaus auch ein impressionistischer Stil hindurch scheint. Da sieht man Lichtspiele auf Autos oder Fenstern, in Blättern und Gras spielt nicht nur der Wind, sondern auch die Sonne, der Wechsel von Schattenwurf und Lichteinfall lässt die Bilder lebendig wirken – eben so, als stünde man gerade selbst an dieser Stelle. Realismus, Impressionismus? Diese Kategorisierungen sind obsolet: Susanne Winds Stil entzieht sich einer eindeutigen Einordnung. Und das ist auch gut so. Denn der Betrachter soll nicht darüber sinnieren, welchem Stil die Bilder zuzuordnen sind, sondern soll selbst in die Bildwelten eintauchen.

13.9. ,15 Uhr: Tag des offenen Denkmals mit Susanne Wind: Künstlergespräch

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Musik und Lesung mit dem Eiderstedter Landfrauentrio im Haus Peters

Im Rahmen der Eiderstedter Kultursaison findet am Dienstag, den 1.09., um 19 Uhr im Haus Peters eine Lesung mit Gesangsdarbietungen des Landfrauen-Trios Eiderstedt statt. Die Auftritte des beliebten Trios finden immer wieder großen Zulauf, weil sich die Zuhörer in die Zeit von anno dazumal zurückversetzt fühlen. In ihren Kostümen, die zum Teil 100 Jahre alt sind und der damaligen Mode der Eiderstedter Hausfrauen entsprechen, tragen sie klassische Küchenlieder aus der guten, alten Zeit vor; zum Teil mit heiterer Note, zum Teil makaber, sentimental oder sogar kitschig erzählen sie von Liebe, Tod und Leidenschaft und vom Leben auf dem Lande, das nicht immer so beschaulich war wie man es vermuten könnte. Küchenlieder waren ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern wurden von Hausfrauen, Mamsellen oder Dienstmägden bei der Arbeit gesungen; oft ging es dabei um die Schicksale junger Frauen oder Mägde, Liebesleid und Kümmernisse des Alltags. Verbreitung fanden die Lieder später durch Leierkastenmänner oder Straßensänger. Bekanntgewordene Lieder, die mittlerweile zum Volksliedgut gehören, sind z.B. „Mariechen saß weinend im Garten“ oder „Früh, wenn die Hähne kräh’n“.


Untermalt werden die Gesangseinlagen von passenden Texten und Gedichten, die den Küchenlieder- und Moritätenflair unterstreichen. Dr. Katrin Schäfer, die Geschäftsführerin vom Haus Peters, hat dazu Texte von Fred Endrikat, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Hans Christian Andersen ausgewählt. Wie das Küchenliedgut sind auch diese Texte vordergründig erheiternd, beim genaueren Hinhören aber immer auch mit einem moralischen Hintergrund.

Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung im historischen Bauerngarten statt, sonst in der Galerie. Man kann sich auf einen heiteren, aber bisweilen auch nachdenklichen Abend freuen. Es werden Snacks und Wein gereicht.

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Buntes Sommerwochenende am 1./2.8. mit Kunsthandwerk, Puppenspiel und Musik

Am 1. und 2. August. findet das bunte Sommerwochenende im Haus Peters statt. Am Sonnabend und Sonntag ist jeweils bis 20 Uhr geöffnet, sodass man den Tag  bei schönem Wetter auch im historischen Bauerngarten ausklingen lassen kann.

An beiden Tagen wird es wieder ein breitgefächertes Kunsthandwerksangebot geben, das vor allem im Garten präsentiert wird, während in den Innenräumen noch bis zum 4. Oktober die Ausstellung „Nordseeluft“ von Susanne Wind zu sehen ist. Zahlreiche Aussteller und Kunsthandwerker, die auch schon in den letzten Jahren zu Gast waren, laden zum Bummeln ein. Da gibt es Silberschmuck, Filzarbeiten, Gebrauchs- und Gartenkeramik, Flechtwerk aus Weiden, Leinen und Holzarbeiten, Vogelhäuschen und Maritimes, Fotografie, Kräuterkreationen von der Nordseeküste und viele weitere kreative Entdeckungen für die Besucher.

Buntes Sommerwochenende

Die beliebten Angebote und Darbietungen der Eiderstedter Landfrauen wird es natürlich auch wieder geben; der Landfrauenverein Everschop bietet außerdem Rosenlikör und diverse andere Köstlichkeiten der Eiderstedter Küche an. Aus dem musikalischen Bereich werden wieder Küchenlieder des Landfrauentrios Eiderstedt (Sa. u. So. jeweils ca. 15.30 Uhr) dargeboten sowie Liedermacherkunst von Volker Thomsen. Außerdem tritt am Sonnabend um 14 Uhr das Duo IN2PARTS mit zwei jungen Musikerinnen aus Tönning auf. Am 2.8. steht um 16 Uhr das Puppenspiel von Shel Silverstein „Der freigebige Baum“ mit dem Puppentheater Marianne Vocke aus Garding auf dem Programm. Das 20minütige Theaterstück mit romantischer Klaviermusik ist dem Thema „Geben ist seliger denn nehmen“ gewidmet. Auch hier ist die Aufführung im Freien geplant.

Landfrauen Eiderstedt Trio Gesang Küchenlieder

Das Landfrauen-Trio

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Sommeranfang: Schafe und Rosen im Haus Peters am 20 und 21. Juni

Ein weiteres Veranstaltungshighlight im Tetenbüller Haus Peters findet pünktlich zum Sommeranfang am 20./21.6., jeweils von 11-20 Uhr, statt: An diesem Wochenende wird sich alles um „Schafe und Rosen“ drehen.

Kunsthandwerker bieten Produkte rum um das Schaf an, die amtierende Lammkönigin Jane Petersen wird auf einen Besuch vorbeischauen, es wird Spielangebote für Kinder geben, eine Fühlstation und eine Kreativ-Ecke. Der „Chor leger“ aus Friedrichstadt und der Liedermacher Volker Thomsen runden das Wochenende musikalisch ab. Ein handzahmes Lamm wird Kinderherzen zum Schlagen bringen und ein buntes Programm mit unterhaltsamen und kulinarischen Angeboten rundet den Tag ab.

Außerdem werden Rosenstöcke vom Traditionsbetrieb „Rosen Maiwald“ verkauft – ein Sortiment von Strauchrosen bis kletternden Sorten, von „wild“, „historisch“ bis zu „modernen“ Züchtungen – aus aller Herren Länder. Horst Peters, der Betreiber und Züchter von Rosen Maiwald wird zudem am Sonnabend, 20.6., als Rosenexperte für Fragen rund ums Pflanzen, Pflegen und Züchten zur Verfügung stehen.

Eingeplant sind außerdem: Sabine Marya mit Bertha, dem Deichschaf; Heidi Krüger (Handarbeitseck); Ulrike Obermeyer (Bertas Wollscheune); Anke Sterner (Holzarbeiten aus De lütte Stöberstuuv); Nanette Mende (Filz & Strick); Silke Elisabeth Schebera (Keramik, Töpfe & Co); Angela und Volker Thomsen (Fotografie, Musik, Literatur); die Kreativ-Werkstatt Westküste sowie Bücher und CDs, viele rosige Produkte, eine Marmeladenverkostung und kulinarische Überraschungen wie Rosenbowle. Die traditionsreiche und mehrfach ausgezeichnete „Friesische Schafskäserei Volquardsen“ aus Tetenbüll steuert wieder eine Auswahl bester Schafsmilchkäse in Bioqualität sowie andere Lamm-Spezialitäten bei.

Und bis zum 28. Juni zeigt Hans-Ruprecht Leiß im Haus Peters seine Ausstellung „Kleine Geschichten auf Papier“.

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Ein Tag im „Bilderbuchdorf“ Tetenbüll – 13.5.: Dorfführung

Am nächsten Mittwoch, den 13.5.2015 lädt der Ortskulturring Tetenbüll zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein:

Ein Tag im „Bilderbuchdorf“ Tetenbüll
Dorfführung durch das idyllische Tetenbüll und den historischen Kaufmannsladen Haus Peters.


Zeitreise in die Vergangenheit:

Kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit! Starten Sie um 13 Uhr mit einem traditionellen Eiderstedter Gericht im Kirchspielkrug und lernen Sie dann ab 14 Uhr bei einem Spaziergang durch das idyllische Tetenbüll die Geschichte und Geschichten des Dorfes kennen, die Ihnen der ehemalige Kröger Jakob Claußen kenntnisreich zu erzählen vermag. Kaufen Sie ein, wie vor 200 Jahren im historischen Kaufmannsladen Haus Peters und lassen Sie sich danach auf einem alten Sofa einen leckeren Kuchen im Café im Theatrium servieren. Zum Abschluss besteht noch die Möglichkeit, auf einen Besuch in der Schafskäserei Volquardsen vorbeizuschauen.

Ablauf:
13 Uhr    Mittagessen im Kirchspielkrug
traditionelle Eiderstedter Küche

14 Uhr Führung durch Tetenbüll
Dorf – Kirche – Haus Peters

16 Uhr Kaffee und hausgemachte Kuchenspezialitäten
im Café im Theatrium

17 Uhr Gelegenheit zum Einkauf im Hofladen der
Schafskäserei Volquardsen

Weitere Termine:
jeden 2. Mittwoch im Monat
13.5. / 10.6. / 8.7. / 12.8. /

Kosten:
persönliche Verzehrkosten sowie eine Spende an den Ortskulturring für die Führung

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Internationaler Museumstag mit Hans-Ruprecht Leiß

Noch bis zum 28. Juni zeigt Hans-Ruprecht Leiß im Haus Peters seine Ausstellung „Kleine Geschichten auf Papier“. Für den Internationalen Museumstag am 17. Mai hat er etwas ganz Besonderes für die Besucher vorbereitet.

Der Künstler hat seinen ganz eigenen phantastisch-realistischen Bildstil entwickelt. In seiner lebhaften, bisweilen kuriosen Bildersprache erweckt er seine Motive zum Leben; für den Betrachter gibt es oft unendlich viel zu entdecken, wenn man bereit ist, sich seinen erzählenden Bildern zu öffnen und ihnen sozusagen zuzuhören. Maritime Themen, der Mensch am Meer und das bunte Leben der Tiere – alles eingebettet in phantastische Szenerien – sind bestimmende Motive seines Werks, denen der Betrachter auch in dieser Ausstellung immer wieder begegnen wird. Besonders seine Liebe zum Meer thematisiert der Küstenmenschen Leiß immer wieder: Boote, Schiffe und Archen kreuzen auf den Bildern, Meerestiere tummeln sich zwischen Seezeichen, Leuchttürmen und Strandgut. Dazwischen tauchen Chimären, Fabelwesen, Menschen und realexistierende Landtiere auf, die man eigentlich in diesem Kontext nicht vermutet.

Am 17. Mai wird Hans-Ruprecht Leiß vor Ort vorführen, wie er eine Grafik, die eigens für diesen Tag entstanden ist, mit der Gouache-Technik ausgestaltet. Er wird so spannende Einblicke in sein Schaffen geben, sozusagen einen Blick gewähren auf seine Techniken, denen er sonst ungestört in seinem heimischen Atelier nachgeht. Interessierte Besucher sind ab 15 Uhr eingeladen, im dabei über die Schulter zu blicken; und natürlich dürfen auch Fragen gestellt werden. Die Grafik kann im Anschluss zum Vorzugspreis erworben werden.

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Hans-Ruprecht Leiß: Kleine Geschichten auf Papier

Die erste Ausstellung der Saison 2015 im Tetenbüller Haus Peters ist dem Künstler Hans-Ruprecht Leiß gewidmet. Er zeigt dort vom 14.3 bis zum 28.6. „Kleine Geschichten auf Papier“ – ein Blick auf sein bisheriges Werk, vermischt mit aktuellen Arbeiten, die zum Teil speziell für diese Ausstellung entstanden sind.

Der gebürtige Husumer (*1954), der seit 1985 freiberuflich als Maler, Grafiker und Illustrator in Flensburg tätig ist und der mittlerweile weit über die Grenzen von Schleswig-Holstein hinaus bekannt ist, hat seinen ganz eigenen phantastisch-realistischen Bildstil entwickelt. In seiner lebhaften, bisweilen kuriosen Bildersprache erweckt er seine Motive zum Leben; für den Betrachter gibt es oft unendlich viel zu entdecken, wenn man bereit ist, sich seinen erzählenden Bildern zu öffnen und ihnen sozusagen zuzuhören.

Maritime Themen, der Mensch am Meer und das bunte Leben der Tiere – alles eingebettet in phantastische Szenerien – sind bestimmende Motive seines Werks, denen der Betrachter auch in dieser Ausstellung immer wieder begegnen wird. Besonders seine Liebe zum Meer thematisiert der Küstenmenschen Leiß immer wieder: Boote, Schiffe und Archen kreuzen auf den Bildern, Meerestiere tummeln sich zwischen Seezeichen, Leuchttürmen und Strandgut. Dazwischen tauchen Chimären, Fabelwesen, Menschen und realexistierende Landtiere auf, die man eigentlich in diesem Kontext nicht vermutet.

Man wird unweigerlich hineingezogen in diesen ureigensten Kosmos, in diese bildgewordenen Traumwelten, denen man sich nicht entziehen kann und deren Ideen man weiterspinnt. Man landet in einer Welt voller Skurrilität, wimmelnd von Figuren, Lebewesen und Details, so wie eben auch das wirkliche Leben immer wieder überraschend und unkalkulierbar ist. Je länger man Leiß’ Bilder betrachtet, desto tiefsinniger und hintergründiger werden sie, desto mehr spürt man die feine Ironie des Künstlers, die vor keinem Thema halt macht.

Und egal, welche Motive auch immer er wählt, seine farbintensiven Bilder sind unverwechselbar – einen Leiß erkennt man immer wieder.

 

Hans-Ruprecht Leiß besuchte ab 1977 die Pädagogische Hochschule in Flensburg, um dort das Lehramt für Kunsterziehung zu studieren. Nach Beendigung dieser Ausbildung entschied er sich für ein Leben als freischaffender Künstler und beschäftigt sich seitdem im eigenen Atelier mit Druckwerkstatt in Flensburg ausschließlich mit seiner Kunst. Er widmet sich der Malerei, der Grafik und hat zudem zahlreiche Bücher illustriert. Sein Werk wurde mit mehreren Kunst- und Kulturpreisen ausgezeichnet.

Eröffnung: 14.3., 15 Uhr, Einführung: Uwe Herms, Schriftsteller und Freund des Künstlers

Dauer der Ausstellung: 14.3. bis 28.6.2015

Weitere Termine im Ausstellungszeitraum:
17.5, 15 Uhr: Internationaler Museumstag: Hans-Ruprecht Leiß wird an diesem Tag vorführen, wie er eine Grafik, die eigens dafür entstanden ist, mit der Gouache-Technik ausgestaltet.

20./21.6., jeweils 11-20 Uhr: Schafe und Rosen

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