Haus Peters

Herbst-Winter-Ausstellung

Plenairmalerei aus Norddeutschland und Eiderstedt – Malergebnisse aus 2021 vom „Roten Hahn“ im Haus Peters

 

Anke Gruss – Haus-Peters-Garten

 

Im Bereich des Kulturprogramms hatte sich das Haus Peters 2021 zu einer Neuerung entschlossen. Im Fokus stand in diesem Jahr eine Künstlergruppe, die sich in Einzelausstellungen präsentierte und in diversen Malsymposien auf Eiderstedt und Husum sich zu neuen Bildern inspirieren ließ. Am 18. April startete die Gemeinschaftsausstellung der Künstlergruppe „Roter Hahn“ zum Thema „Plenairmalerei aus Norddeutschland und Eiderstedt“ mit Julia Pasinski, Anke Gruss und Barbara Hirsekorn, gefolgt von  Einzelausstellungen der drei Künstlerinnen.

Nun endet das Ausstellungsjahr mit der letzten Gemeinschaftsausstellung am 19. November, die eben die Ergebnisse aus beinahe einem Jahr „norddeutscher Plenair-Malerei“ präsentiert. Die Ausstellung läuft bis Anfang März 2022. Zu sehen sind dann typische Eiderstedter Motive, Ansichten aus Husum, Strandbilder und Alltagsszenerien. Eine bunte Mischung, die die unterschiedlichen Blickwinkel der Künstlerinnen auf ein und dasselbe Motiv widerspiegelt.

Julia Pasinski – Hühnerstall vom Haus Peters

Auf Initiative von Anke Gruss gründete sich im November 2020 die Künstlergruppe „Roter Hahn“ mit Barbara Hirsekorn und Julia Pasinski. Das Ziel der Gruppe ist es, gemeinsame Ausstellungen und Pleinair-Aktionen zu veranstalten. Maltreffen und Symposien in Norddeutschland und anderswo sollen der Gruppe in Zukunft einen tiefen Einblick in die jeweilige Region ermöglichen. Die Auseinandersetzung mit den örtlichen Gegebenheiten und die Darstellung des unmittelbar Erlebten fließen in die Bilder ein. Ihre Motive finden die drei Malerinnen an alltäglichen sowie außergewöhnlichen Orten. So führte die Gründung und das erste Pleinair auf die „Cap San Diego“ im Hamburger Hafen.

Was die Künstlerinnen verbindet, ist die Inspiration durch den Norden und die Nähe zum Meer, dennoch bewahrt sich jede der Künstlerinnen ihre malerische Individualität und ihren eigenen Blick auf die Motive.

Barbara Hirsekorn: Westerhever

Bei der Namensfindung für die Künstlergruppe wurde nach Gemeinsamkeiten gesucht und der Begriff „Roter Hahn“ gefunden, da die drei Künstlerinnen während der Zeit eines Stipendiums in dem mittelalterlichen Ensemble „Roter Hahn“ in Lüneburg gewohnt hatten – und im Fall von Anke Gruss – sogar immer noch wohnen. „Roter Hahn“ gilt auch als Synonym für Feuer oder Brand und schließlich „brennen“ sie ja für die Malerei.

Neben ihrer Tätigkeit als ausgebildete Musikerin am Kieler Opernhaus widmete Barbara Hirsekorn sich kontinuierlich der Malerei. Die Schönheit der umgebenden Alltagswelt und die Herausforderung, das Licht in ihren Aquarellen festzuhalten, sind ihre Motivation, die sie seit Neustem auch mit Gouachefarben in ihren Bildern einfängt.

Vögel und Maritimes sind die bevorzugten Motive der gebürtigen Sylterin und Grafik-Designerin Julia Pasinski, die ihre Motive am liebsten in Aquarell und Öl umsetzt. Seit 2014 arbeitet sie als freischaffende Malerin und war auch bereits im Haus Peters zu Gast.

Anke Gruss arbeitete nach dem Erhalt ihres Diploms als Kunstpädagogin und -therapeutin als freischaffende Künstlerin. Bei Reisen und Aufenthalten in Island und Norwegen entwickelte sich ihr Hauptthema „Licht und Atmosphäre“, das sie bevorzugt in Öl und Aquarell umsetzt.

 

- Eine Vernissage findet nach dem aktuellen Stand der Coroninfektionszahlen voraussichtlich NICHT statt: unter Vorbehalt -: 19.11., 19 Uhr. -

 

19.11. – März 2022.: Ausstellung der Künstlergruppe „Roter Hahn“ zum Thema „Plenairmalerei aus Norddeutschland und Eiderstedt“ mit Julia Pasinski, Anke Gruss und Barbara Hirsekorn.

http://www.roterhahn-kunst.de/

 

Weiterer Termin im Ausstellungszeitraum (unter Vorbehalt):

17.12., 19 Uhr, Kirchspielkrug: Erzähl mir was … auf Eiderstedt:

„Tante Minna erzählt … norddeutsche Backwarenmärchen“. Mit Mark Riemann, „Kalle-Bäcker“, und Dr. Katrin Schäfer. Ein Märchenabend für Groß und Klein und vielen Leckereien.

Haus Peters, Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll, Tel.: 04862/681, post@hauspeters.info
https://www.hauspeters.info

Öffnungszeiten von November bis Ende Februar:

Fr.-So.: 13-17 Uhr

 

Sommerausstellung im Haus Peters in Tetenbüll: Susanne Wind zeigt „Nordseeluft“

Ab dem 11. Juli zeigt das Haus Peters eine neue Ausstellung, die sich thematisch besonders gut in die Sommerzeit einfügt. Zu Gast ist die Malerin Susanne Wind mit neuen Arbeiten unter dem Motto „Nordseeluft“.

Salzige Luft zum Atmen, frischer Wind in den Haaren, Wellenrauschen im Ohr und unbegrenzter Horizont vor den Augen – das sind Impressionen der der norddeutschen Küstenlandschaft, die alle Sinne ansprechen. Die Hamburger Künstlerin Susanne Wind spürt diesem Phänomen in ihren aktuellen Arbeiten nach.

Als Malerin ist die Nordseeküste für mich eine unendliche Quelle von Stimmungen, die ich einfange. Wasser, Himmel und Strand gehören dazu, wie auch alltägliche Szenen der Küstenbewohner, der Straßen und Dörfer. Zu allen Jahreszeiten habe ich Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm, Fanø und Eiderstedt erlebt und fotografiert, um jetzt davon zu malen.“ So beschreibt die Künstlerin ihre Intention zu Malen; das Leben immer wieder neu erfinden, indem man es auf die Leinwand bannt. Dem Betrachter eine Pause im Alltag ermöglichen, ein Eintauchen in die raue und doch so eindrückliche Landschaft der Küste.

Susanne Wind: take off, 2015

Nach dem Studium der Malerei in Hamburg malte Susanne Wind viele Jahre pleinair – auf Mallorca, in Dänemark und in Norddeutschland. Erst mit ihrer Übersiedelung in die USA, nach Pennsylvania, zog sie ins Atelier. Seit 2003 lebt die gebürtige Hamburgerin wieder in ihrer Heimatstadt. Ihre Malerei gründet auf dem, was sie in der Freilichtmalerei gelernt hat: Ihre Motive sind nicht arrangiert, sondern werden von der Künstlerin immer wieder neu in der Natur entdeckt.

Susannen Wind: Inselgarten, 2015

Die realistische Malweise bleibt dabei immer ihr künstlerischer Hintergrund. Heute zieht sie nicht mehr mit dem Skizzenblock umher, um ihre Motive zu finden, sondern mit der Kamera. Einzigartige, flüchtige Momente, erfüllt von tageszeitabhängigen Lichtstimmungen werden so von ihr eingefangen und dienen dann als Vorlage für ihre Gemälde. Oft scheinen es – auf den ersten Blick – alltägliche Motive zu sein; doch bei genauer Betrachtung merkt man, dass es Susanne Wind gelingt, ganz besondere Momente einzufangen: flüchtige Augenblicke, Blickwinkel, die nur das Künstlerauge sieht, weil das „normale“ Auge sie gerne übersieht.

 

Susanne Wind: Wellenbad, 2014


Im Atelier mischt sie aus Farbpigmenten, Leinöl, Terpentin, Harz und Ei die Farben an und bringt ihre Motive in fast altmeisterlicher Technik auf die Leinwand. Durch eigens entwickelte Pinselstrich- und Lasurtechniken wird aus dem erstarrten Kameramotiv schließlich ein atmosphärisch-dichtes Gemälde.

Ausstellungsdauer: 11. Juli – 4.10.2015.

Eröffnung: 11.7., 15 Uhr. Einführung: Dr. Katrin Schäfer, Eröffnung: Wolfgang Jansen.

Weitere Termine im Ausstellungszeitraum:

1./2.8., jeweils 11-20 Uhr: Buntes Sommerwochenende mit Kunsthandwerk, Musik und Puppenspiel.

1.9., 19 Uhr:Lesung und Gesang mit dem Eiderstedter Landfrauen-Trio – im Zusammenarbeit mit der Kultursaison Eiderstedt

13.9. ,15 Uhr: Tag des offenen Denkmals mit Susanne Wind: Künstlergespräch