Haus Peters

Windige Geschichten und Hinterland/Neuland im Haus Peters ab 18.8.

“Windige Geschichten im Neuland”

Neue Doppelausstellung im Haus Peters in Tetenbüll

Am 18. August wird eine neue Doppelausstellung eröffnet. Erneut treffen zwei Kunstrichtungen aufeinander. Von Hartmut R. Berlinicke (1942-2018) ist unter dem Titel „Windige Geschichten“ eine retrospektive Grafikauswahl seines Lebenswerkes zu sehen, während Torsten Richter mit „Neuland/Hinterland“ seine fotografischen Arbeiten zeigt.

Hartmut R. Berlinicke arbeitete vorzugsweise im Bereich Druckgrafik und in der Technik der mehrfarbigen Aquatintaradierung, die ihm erlaubte, einen Farbton in verschiedenen Abstufungen flächig wiederzugeben. Der Künstler lebte viele Jahre in Wildeshausen, wo er auch sein Atelier und seine Galerie betrieb.

„Bilder entstehen als formaler Protest oder als Tröstung. Meine Bilder beinhalten den Dialog mit der Erinnerung an den letzten Augenblick oder gar an die früheste Zeit meiner Kindheit.
Sie sind auch Tagebuchnotiz in der Beziehung zu Weggefährten, auch mal Auseinandersetzung mit Zeitung und Tagesthemen. Als solides Handwerk entstehen meine Arbeiten trotz aller Anstrengung spielerisch und entwickeln sich im Arbeitsprozess unerwartet ausgebufft zu existenziellen Lebensmitte, natürlich durch die Nachsicht und die kritische Anteilnahme meiner Umwelt.“

Berlinicke war ein Meister der Grafik, er beherrschte alle Techniken – von der Radierung mit Kaltnadel, über die Farbaquatinta bis hin zu Sieb- und Holzdruck. In diesem Jahr hätte er sein 50jähriges Künstlerjubiläum feiern können. Berlinicke schreckte vor keinem Thema zurück. So setzte er sich in mehreren Mappenwerken und Zyklen mit dem Holocaust und dem Judentum auseinander, oder widmete sich sensiblen Themen wie Tod und Religion. Gleichermaßen liebte er aber Landschaften, Natur, Architektur und die kleinen, scheinbar unsichtbaren Dinge, die sonst niemand beachtet. Was alle seine Werke kennzeichnet, ist, dass der Betrachter immer sehr genau hinschauen muss. Dann findet er Anspielungen, Zitate und ironische Brechungen, die seine Motive in der Schwebe lassen zwischen Realität und Vision.

Die Ausstellung “NEULAND/HINTERLAND” zeigt fotografische Arbeiten des Brunsbütteler Fotokünstlers Torsten Richter. Thematisch steht hier das beobachtende Leben vor und hinterm Deich im Vordergrund, unter Vermeidung der zu erwartenden Postkartenidylle und unter Zuhilfenahme diverser grafischer und fototechnischer Mischtechniken.

Die Bilder entwickeln hierbei eine elementare Eigenständigkeit, die ihren Ursprung nicht verhehlt, und gleichzeitig eine Tür öffnen, die einen universellen Zugang ermöglicht. So entstehen teils klassische Motive in völlig neuen Intensitäten, während auf der anderen Seite besonders der Verzicht auf das Offensichtliche den Betrachter in eine abstrahierte Wahrnehmung mitnimmt, und so den Blick nach innen lenkt.

“Neuland“ ist nicht nur eine geographische Landmarke, sondern vor allem ein psychologischer Startpunkt einer subjektiven Wahrnehmung. Bekanntlich ist es zunehmend schwierig, auf einer Landkarte noch weiße Flecken zu entdecken. Deswegen geht es weniger darum, WAS man sieht, sondern vielmehr darum WIE man das Gesehene interpretiert. Der Brunsbütteler Fotokünstler Torsten Richter hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Land hinterm Deich (und dem Treiben vor dem Deich) einige neue und ungewöhnliche Eindrücke abzutrotzen.

Mit Hilfe der Fotografie und verschiedenster Mal- und Mixed-Media-Techniken wird hierbei nicht einfach die Realität in bekannter Form abgebildet, sondern Bild und Betrachter in eine Position versetzt, die in einem hohen Maße subjektiv bleibt.” https://www.trchtr.de/

Doppelausstellung: Hartmut R. Berlinicke: „Windige Geschichten“ (Grafik) und Torsten Richter „Neuland/Hinterland“ (Fotografie)

Eröffnung: 18.8., 15 Uhr:

- Einführung in das Werk Berlinickes: Otto Beckmann – Künstlerkollege
- Künstlergespräch mit Torsten Richter

 18.8.- 28.10.2018

Buntes Sommerwochenende mit Kunsthandwerk

Der August im Haus Peters wird wieder bunt und abwechslungsreich. Gestartet wird am 4. und 5. August mit dem „Bunten Sommerwochende“.

Ein Kunsthandwerkermarkt, der draußen im Garten und auch in den Innenräumen stattfindet, bietet ein breitgefächertes Angebot für jeden Geschmack, hier gibt es zum Beispiel: Silberschmuck, Keramik, Gartenkeramik, Filzarbeiten, Mode, Altes Leinen, Schmuck, Weidenarbeiten, historisches Spinnen (Monis Spinnstube), Maritimes, Wassersteine sowie fotografische Arbeiten. Weil es im vergangenen Jahr so gut ankam, wird es auch wieder einen Stand mit kunsthandwerklichen Arbeiten geben, die ausschließlich von Haus-Peters-Mitarbeiterinnen gefertigt wurden. Kunsthandwerk aus dem Krämerladen sozusagen. Viele Kunsthandwerker kennt man aus den letzten Jahren oder dem Rosenwochenende im Juni. Es wird aber auch ganz Neues geben.

Am Samstag, 4.8. 12 Uhr statten Lammkönigin und Lammprinzessin (Lammkönigin Marleen Westensee und Lammprinzessin Heike Marit Carstensen) dem Haus Peters einen Besuch ab. Und am Sonntag (15 Uhr) spielt, wie schon in den Vorjahren, das beliebte Duo Vio und Lou – „Vilou“ – ihre TIDE‐ LOUNGE Musik, die einen entspannten und unterhaltsamen Nachmittag garantiert.

 

4. und 5.8.: 11-18 Uhr
Öffnungszeiten Juni-September: Di.-So.: 11-18 Uhr

Zeichen-Workshop im Bilderbuchdorf Tetenbüll

 

Der Ortskulturring Tetenbüll lädt zum Zeichen-Workshop für Einsteiger mit der Illustratorin Hila Küpper ein.

Von 10 -18 Uhr geht es darum, an einem bunten Tag im Bilderbuchdorf Tetenbüll die Impressionen einer Reise in Schrift und Skizzen festzuhalten, Zeit mit der Betrachtung der Dinge zu verbringen und sich ein wenig mit ihrer Geschichte zu befassen.

Der Tag startet mit einer kurzen Einführung im Haus Peters in grundlegende Elemente der grafischen Gestaltung und ersten Übungen zu verschiedenen Schriften.

Danach wird bei einem Rundgang durch das Dorf an verschiedenen Stellen Station gemacht, um besonders schöne Gebäude oder Szenen auf dem Skizzenblock festzuhalten.

Nach einem Eiderstedter Mittagessen im Kirchspielkrug ist die Kirche mit ihren Kunstschätzen Thema.

Kaffee und Kuchen gibt es im Café im Theatrium und zum Abschluss ist noch Zeit, sich mit der Schönheit der Landschaft zu beschäftigen.

 

Workshop-Kosten: 50 Euro + Material- + Verplflegungskosten
Gruppen und weitere Termine auf Anfrage möglich
Anmeldung und weitere Informationen: 
Ortskulturring Tetenbüll – Hila Küpper – hila-kuepper@gmx.de – 0173-7444984

Doppelausstellung Malerei trifft Fotografie – Tanja Gott und Heiko Westphalen

Am 13.5., dem Internationalen Museumstag, eröffnet im Haus Peters in Tetenbüll eine Doppelausstellung, ein Dialog zwischen Malerei und Fotografie. Tanja Gott aus Hamburg zeigt Malerei unter dem Titel „Liebste Orte“, und Heiko Westphalen aus Flensburg präsentiert in einer Kabinettausstellung Fotografie „Zwischen Himmel und Erde“. Beide Künstler lieben präzise Momentaufnahmen und beide lieben den Norden. Das verbindet sie, aber das trennt sie auch, denn jeder verarbeitet die Motive auf individuelle Weise.

In den Stillleben von Tanja Gott, die Kunst und Illustration studiert hat, begegnen wir leuchtenden Farben und verschlungener Ornamentik. Schlichtes Karo sowie schillernde Blumenmuster durchziehen die Gemälde und bilden eine Polarität von gegenständlicher Malerei und Abstraktion. Alltag, Ideal und Fiktion berühren sich und werden teilweise humorvoll-ironisch überspitzt.

In ihren maritimen Hamburg-Bildern zeigt Tanja Gott die tiefe Verbundenheit mit der norddeutschen Landschaft und dem Wasser. Lichtreflexe spiegeln sich im Wasser, die Luft flimmert; der Betrachter fühlt diese besondere Stimmung, als sitze er gerade selbst an diesem Ort.

Gotts Bilder sind Momentaufnahmen, präzise beobachtet: “Es ist wie ein Puzzle, das irgendwie zusammengehen muss. Der eigene Blickwinkel, die eigene Haltung verändert das Motiv. Ich versuche, immer im Moment zu sein”, so die Künstlerin.

Sie malt dabei in einer beinahe altmeisterlichen Technik, denn sie fertigt ihre Farben selbst an – aus reinen Farbpigmenten und einem selbstgemachten Bindemittel. Ganz klassisch nach alter Schule, aber gerade dadurch kann sie auch aus unendlich vielen Farbnuancen schöpfen.

Tanja Gott studierte bei Erhard Göttlicher und Almut Heise und lernte bei beiden das genaue Beobachten. Und nur wer genau beobachtet, kann seine Bilder zum Sprechen bringen. Das wiederum verbindet die Malerin mit dem Fotografen. (www.Tanjagott.de)

Seit über 45 Jahren fotografiert sich Heiko Westphalen erst analog, dann digital, durch sein Leben. Inspiriert von der norddeutschen Landschaft, in der er geboren und aufgewachsen ist, interpretiert er diese auf immer neue Art und Weise künstlerisch und in fotografisch ungewohnter Weise. Durch digitale Nachbearbeitung gelingt ihm, seinen Fotografien eine besondere Ausdruckskraft zu verleihen.

In den Arbeiten von Heiko Westphalen klingt eine Vielzahl von Komponenten zusammen: er befasst sich weniger mit der bloßen Abbildung der „Alltagswelt“, sondern interpretiert und verfremdet.

Die grundlegenden Elemente sind Farbe und Struktur. Einzelne Bereiche im Bild bekommen eine intensive Farbigkeit – der Fotokünstler setzt Akzente mit starken Komplementärkontrasten.

In einer komplizierten Nachbearbeitung am Computer legt Westphalen verschiedene Texturen über das eigentliche Motiv. Eine Vielzahl solcher Ebenen, kunstvoll übereinander gelagert und farblich verfremdet, ergeben letztlich das fertige Bild, dass anschließend auf Leinwand- oder andere Träger gedruckt werden kann. Am Ende jedoch, bleibt der Betrachter im Unklaren: ist es ein Foto oder doch Malerei- oder Druckgrafik? (https://www.fotografik-heiko-westphalen.de/)

13.5. – 5.8.2018

 Eröffnung: 13.5., Internationaler Museumstag, 15 Uhr.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 14-18 Uhr. Ab Juni: Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr.  HINWEIS: Zu den Maifeiertagen (1. Mai, Himmelfahrt, Pfingsten) hat das Haus Peters geöffnet!

Zur Eröffnung sind beide Künstler anwesend und es gibt ein interaktives Künstlergespräch.

Workshop “Illustriertes Reisetagebuch” am 28.4.2018

7.4.: Buchvorstellung und Lesung “Die letzte Fähre ging um fünf”

Am 7. April (15 Uhr) lädt das Haus Peters zu einer Lesung mit dem Husumer Autor Günter Wendt ein. Der Autor stellt seinen neuen Halligkrimi „Die letzte Fähre ging um fünf“ aus dem nordfriesischen Verlag „Ahead and Amazing“ vor.

Eigentlich sollte es ein ruhiger, erholsamer Urlaub auf der Hallig Grienoog im nordfriesischen Wattenmeer werden. So dachte es sich jedenfalls Kommissar Kollerup aus Husum. Doch die beschauliche Idylle wird recht bald gestört – zuerst von einem landesuntypischen Hurrikan und dann von einem toten Wattführer. Zusammen mit Onne, dem kauzigen Bewohner der Hallig, übernimmt Kollerup notgedrungen die Ermittlungen. Jeder ist verdächtig: Hotelgäste wie Angestellte. Wenigstens kann sich keiner durch Flucht entziehen, denkt sich Kollerup, denn … die letzte Fähre ging um fünf.

Nach der Lesung besteht Möglichkeit für Fragen an den Autor und natürlich signiert Günter Wendt auf Wunsch auch seine Bücher.

Günter Wendt, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bremerhaven geboren, entdeckte bereits in der Grundschule seinen Hang zum Geschichtenschreiben. Von 2006 bis 2008 erschienen, als erfolgreiche Beteiligung an Autorenwettbewerben des nordfriesischen „Ahead and Amazing“-Verlags, verschiedene Geschichten aus seiner Feder. So sind in der Buchreihe „Was Wäre Wenn …“ phantastische, kriminelle und gruselige Geschichten von Günter Wendt zu finden. Die Figur des Kommissar Kollerup entstand etwa 2007 und hatte im zweiten Band der Reihe seine Premiere.

2009 gewann sein Essay „Macht Leben klug“ in einem regionalen Literaturwettbewerb den ersten Preis. Zwischendurch und immer mal wieder ist er im Offenen Kanal Westküste als Radiomacher und Drehbuchautor unterwegs. „Die Nacht auf der Hallig“ (2010) und „Der Mann von Gegenüber“ (2011) waren Kriminalhörspiele, die Günter Wendt mit Laienspielern aus Nordfriesland aufgenommen hatte. Die Ideen zu den Drehbüchern kamen von Hannes Nygaard, Sandra Dünschede sowie anderen Autoren aus dem nördlichen Schleswig-Holstein. Ab 2013 folgten Lesungen, unter anderem beim Kulturfestival21. Seit 1995 lebt Günter Wendt mit seiner Frau und drei Katzen in Husum. „Die letzte Fähre ging um fünf“ ist sein Romandebüt.

 7.4., 15 Uhr

Koloniale Erinnerungsorte und Stillleben von Jens Rusch im Haus Peters

Bereits am 3. März (15 Uhr) eröffnet die diesjährige Ausstellungssaison im Tetenbüller Haus Peters. Das Programm startet mit einer Doppelausstellung. Die kulturhistorische Ausstellung „Koloniale Erinnerungsorte“ wird ergänzt durch Stillleben des Dithmarscher Künstlers Jens Rusch.

Die deutsche und dänische Kolonialzeit hat nicht nur in den großen Metropolen ihre Spuren hinterlassen, sondern auch in den Provinzen der kolonialen „Mutterländer“, so auch in der Region zwischen Königsau und Eider, die als als Herzogtum Schleswig im Dänischen Königreich und später als preußische Provinz im Deutschen Reich sogar Teil der Kolonialgeschichte beider Staaten war. Dass eine Region auf die Kolonialgeschichte gleich zweier Nationen verweisen kann, ist in dieser Form einmalig. Die Wanderausstellung vermittelt einen Überblick zur Kolonialgeschichte der Region und stellt ausgewählte Ort, so auch das Haus Peters, in 10 großen Schautafeln vor.

Die Wanderausstellung ist Ergebnis eines Projektes, das in den letzten Jahren gemeinsam vom Flensburger Schifffahrtsmuseum, dem Museum Sønderjylland – Kulturhistorie

Aabenraa, sowie der Schleswigschen Sammlung der Dänischen Zentralbibliothek betreut wurde. Anlass hierzu bot das Gedenkjahr zum Verkauf der dänischen Kolonien samt der dort lebenden Menschen im Jahr 1917. Neben Seminaren, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen wird auch ein umfangreicher Sammelband zum Thema publiziert.

Die Ausstellung wird erweitert durch Kolonialwarenexponate aus der eigenen Haus-Peters-Sammlung rund um die Themenschwerpunkte klassischer Kolonialwaren wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Tabak.

Außerdem zeigt der Künstler Jens Rusch, der bereits 2013 erfolgreich im Haus Peters ausstellte, ausgewählte – thematisch passende – Stillleben. Jens Rusch (* 1950) ist seit rund 40 Jahren erfolgreich und ausschließlich als freischaffender Künstler tätig; seine Grafikserien, Illustrationen, Bilder und Exlibris sind weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt.

Rusch ist in erster Linie Realist – auch er nahm an Malsymposien der Norddeutschen Realisten teil -, aber wenn man genau hinsieht, bemerkt man seinen latenten Hang zur Surrealität, der auf der Fähigkeit beruht, die verborgenen Seiten der Dinge zu entdecken und Doppeldeutigkeiten aufzudecken. Es ist die Liebe zu den kleinen Dingen, die Jens Rusch eigen ist und was sich besonders in seinen Stillleben sehr anschaulich nachvollziehen lässt. Auch Motive, die an sich banal wirken, können beim längeren Betrachten eine symbolische Lesart erhalten. Eine realistische Malweise steht durchaus nicht im Gegensatz zur Vermittlung tieferer Botschaften. Die Stillleben erfordern eine besonders präzise Malweise. Jens Rusch arbeitet hier in mehreren Malabschnitten, die gut geplant sein müssen, weil einzelne Bildteile immer erst wieder austrocknen müssen, bis nach und nach das ganze Bild vollendet wird.

3.3.-29.4.2018 – Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 14-18 Uhr.

Eröffnung: 3.3., 15 Uhr. Zur Eröffnung spricht:

Marco Petersen, Historiker der Schleswigschen Sammlung

Außerdem findet ein Künstlergespräch mit Jens Rusch statt.

 

 

 

Advent im Haus Peters

Am 14.12. lädt das Haus Peters zu einem adventlichen Abend mit Musik und Lesung ein.

Heike Löw, bekannt vom Eiderstedter Landfrauen-Trio und Vorstandsmitglied im Förderverein Haus Peters, präsentiert heiter-besinnliche Advents- und Weihnachtstexte zusammen mit norddeutschen Weihnachtsliedern, begleitet auf der Gitarre. Bei den Lesungen wird sie von Ingrid Seemann unterstützt, bei den musikalischen Beiträgen steht ihr der Gardinger Frauenchor zur Seite. Die Texte spannen den Bogen von Rilke, über Storm hin zu Arnd Brummer, während die Lieder auch zum Mitsingen animieren sollen. Ein Abend zum Entspannen, Genießen und Mitmachen.
Die Veranstaltung findet zugleich im Rahmen der Tetenbüller Aktion „Lebendiger Adventskalender“ statt.

An den Adventswochenenden will das Haus Peters zudem eine kleine Auszeit vom vorweihnachtlichen Stress bieten: Ganz ohne weihnachtliche Berieselung kann man hier gemütlich eine Tasse Tee trinken und dazu ein leckeres Gebäckstück genießen. Und natürlich die aktuelle Ausstellung von Ole West „Leuchttürme und Mee(h)r“ studieren, die noch bis 25.2.2018 läuft.

14.12., 18.30 Uhr

Winter-Öffnungszeiten: Dezember bis 7.1.2018: Di-So.: 13-17 Uhr. Hl.Abend, 1. Weihnachtstag und Silvester geschlossen. Ab 8.1. bis Ende Febr.: nur Sa/So.: 13-17 Uhr.

Aktionsnachmittag zum Thema „Naturwissenschaftliche Illustrationen“ und Advent im Haus Peters

Zwischen den beiden Ausstellungen von Uwe Thomas Guschl und Ole West (aktuell, noch bis zum 25.2.2018) zeigte die Haus-Peters-Mitarbeiterin Hila Küpper für knapp eine Woche ihre naturwissenschaftlichen Illustrationen, die sie für den GEO-Verlag angefertigt hatte.

Weil das Thema in den wenigen Tagen viele Interessenten fand, bietet Hila Küpper am 18.11., ab 15 Uhr, einen Aktionsnachmittag rund um das Thema „Naturwissenschaftliche Illustration“ an.


Sie wird reichlich Anschauungsmaterial mitbringen, kleinere Arbeiten, die einzelne Motive zeigen, aber auch ihre großformatigen GEO-Poster, die beispielsweise die Artenvielfalt ausgewählter Regionen, das Leben im Boden, Serengeti, Regenwald bei Nacht sowie Arbeiten zum Lebensraum Tiefsee dokumentieren.
Hila Küpper wird erläutern, wie solche Illustrationen entstehen und wie sich die Idee über die Abstimmung mit dem Verlag und erste Entwürfe bis hin zum fertigen großformatigen Bild entwickelt.

Hila Küpper ist Diplom-Biologin und ausgebildete naturwissenschaftliche Illustratorin (Aufbaustudium „Natural Science Illustration“, Santa Cruz, Kalifornien) und malt und zeichnet vor allem Tiere und Pflanzen. Dabei reicht die Bandbreite von kleinen schwarz-weißen Tuschezeichnungen für wissenschaftliche Publikationen über Aquarelle oder Buntstiftzeichnungen einzelner Tier- oder Pflanzenportraits bis hin zu großformatigen Gouache- und Airbrush-Postern.

In ihrer Eigenschaft als Illustratorin hat sie u.a. als Kursleiterin für verschiedene Institutionen gearbeitet, für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sowie für Verlage und Buchprojekte.

An den Adventswochenenden will das Haus Peters eine kleine Auszeit vom vorweihnachtlichen Stress bieten: Ganz ohne weihnachtliche Berieselung kann man hier gemütlich eine Tasse Tee trinken und dazu ein leckeres Gebäckstück genießen. Und natürlich die aktuelle Ausstellung von Ole West studieren.

 

Haus Peters, Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll. http://www.hauspeters.info

Noch bis 25.2.2018: Ole West: Leuchttürme und Mee(h)r

 Öffnungszeiten:

Oktober – Dezember: Di.-So.: 13-17 Uhr.  Jan./Febr.: Sa./So.: 13-17 Uhr
Hl.Abend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester geschlossen.

Erzähl mir was … auf Eiderstedt: Kolonialwarenladengeschichten am 30.10.

Die Veranstaltungsreihe „Erzähl mir was … auf Eiderstedt“ ist am 30. Oktober zu Gast im Haus Peters in Tetenbüll, dem Historischen Kaufmannsladen von 1820.
Unter dem Motto „Kolonialwarenladen-Erinnerungen – Zeitzeugen erinnern sich an Paul und Luise Peters“ erzählen Eiderstedter Geschichten rund um die letzten Besitzer des historischen Kolonialwarenladens „Haus Peters“.

Gut 100 Jahre lang bildete der Kaufmannsladen Peters den Mittelpunkt des Dorfes, wo Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs verkauft wurden, und war zugleich sozialer Treffpunkt der weitläufig in den Kögen lebenden Kundschaft.
Die Familie Peters lebte über 200 Jahre – von 1765 bis 1987 – in dem Haus in der ehemaligen Tetenbüller Straße, heute Dörpstraat, in der Mitte des Dorfes Tetenbüll.
Die letzte Generation bildeten die Geschwister Paul (1899-1987) und Luise (1900-1991) Peters. Nach Aufgabe des Ladenbetriebs 1923 lebten die beiden unverheirateten Geschwister bis 1955 zusammen mit ihrer Mutter, dann alleine im Haus in der Dörpstraat. Die Ladeneinrichtung blieb unangetastet und wurde von ihnen wie ein Augapfel gehütet.

Haus und Geschwister bildeten quasi eine Einheit – jeder in Tetenbüll kannte die beiden und jeder kann andere Anekdoten über sie zu erzählen. Die beiden Geschwister Paul und Luise Peters lebten bis zuletzt eher zurückgezogen und ernährten sich sogar aus dem eigenen Garten und kochten vieles ein. Von Luise sind sogar Kuchen- und Plätzchenrezepte überliefert, die heute in Buchform erhältlich sind. Zwei Tetenbüller Originale also, die viele Erinnerungen wecken.
Es erzählen: Christian Marwig, Amtsvorsteher vom Amt Eiderstedt, und Jakob Claußen, ehemaliger Kröger von Tetenbüll und Kenner der Region.

Termin: 30.10, 19.30 Uhr
Haus Peters, Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll.