Haus Peters

23. und 24. Juni: Schafe, Rosen und Mehr

Ende Juni, nämlich am 23. Und 24.6., findet wieder das alljährliche beliebte Rosen- und Schafwochenende im und rund um das Haus Peters in Tetenbüll statt. Wie schon in den Vorjahren gibt es Wissenswertes, Schönes und Köstliches rund um Rosen, Streichellämmer und einen abwechslungsreichen und sehenswerten Kunsthandwerkermarkt, der draußen rund um den blühenden Rosengarten stattfindet.

Hier gibt es zum Beispiel Silberschmuck, Filzen, Keramik, Musik, Mode, historisches Spinnen (Monis Spinnstube), Schmuck, Gartenkeramik, Maritimes, Weidenarbeiten, Handgemachtes aus Schafwolle, Wassersteine, Rosenkeramik und alles für den Sommergarten. Auch die Innenräume werden von Kunsthandwerkern genutzt, so ist auch Deichschaf Bertha wieder vertreten und es gibt Kunsthandwerk von Mitarbeitern des Haus Peters. Und ein ausgewähltes Rosenangebot gibt es natürlich auch. Auch die IG Baupflege ist mit einem Info-Stand mit Haubarg-Modell, Büchern, Maueranker und Flyern vertreten.

Am 23.6. singt ab 15 Uhr außerdem der Gardinger Frauenchor unter der Leitung von Heike Löw heitere und sommerliche Lieder. Wie immer ist auch der Landfrauenverein Everschop mit hausgemachten Köstlichkeiten und dekorativen Accessoires dabei.

Besonders der 23. Juni bietet sich an, den ganzen Tag im Bilderbuchdorf Tetenbüll zu verbringen: Nach dem Besuch im Haus Peters kann man mit seinen Kindern das Kinderfest auf der Festwiese nebenan besuchen, ab 18 Uhr gemütlich beim großen Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr dabei sein, und um 20 Uhr sich mit anderen Fußballfans im Gemeindehaus das Fußballspiel Deutschland-Schweden anschauen.

Außerdem läuft noch bis zum 5.8. in den Innenräumen die aktuelle Doppelausstellung, ein Dialog zwischen Malerei und Fotografie. Tanja Gott aus Hamburg ist mit Malerei unter dem Titel „Liebste Orte“ vertreten, und Heiko Westphalen aus Flensburg präsentiert in einer Kabinettausstellung Fotografie „Zwischen Himmel und Erde“. Beide Künstler lieben präzise Momentaufnahmen und beide lieben den Norden. Das verbindet sie, aber das trennt sie auch, denn jeder verarbeitet die Motive auf individuelle Weise.

23. und 24. Juni.

23. Juni, 15 Uhr: Auftritt des Gardinger Frauenchors

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr.

 

Haus Peters, Dörpstraat 16. 25882 Tetenbüll, https://hauspeters.info/

Doppelausstellung Malerei trifft Fotografie – Tanja Gott und Heiko Westphalen

Am 13.5., dem Internationalen Museumstag, eröffnet im Haus Peters in Tetenbüll eine Doppelausstellung, ein Dialog zwischen Malerei und Fotografie. Tanja Gott aus Hamburg zeigt Malerei unter dem Titel „Liebste Orte“, und Heiko Westphalen aus Flensburg präsentiert in einer Kabinettausstellung Fotografie „Zwischen Himmel und Erde“. Beide Künstler lieben präzise Momentaufnahmen und beide lieben den Norden. Das verbindet sie, aber das trennt sie auch, denn jeder verarbeitet die Motive auf individuelle Weise.

In den Stillleben von Tanja Gott, die Kunst und Illustration studiert hat, begegnen wir leuchtenden Farben und verschlungener Ornamentik. Schlichtes Karo sowie schillernde Blumenmuster durchziehen die Gemälde und bilden eine Polarität von gegenständlicher Malerei und Abstraktion. Alltag, Ideal und Fiktion berühren sich und werden teilweise humorvoll-ironisch überspitzt.

In ihren maritimen Hamburg-Bildern zeigt Tanja Gott die tiefe Verbundenheit mit der norddeutschen Landschaft und dem Wasser. Lichtreflexe spiegeln sich im Wasser, die Luft flimmert; der Betrachter fühlt diese besondere Stimmung, als sitze er gerade selbst an diesem Ort.

Gotts Bilder sind Momentaufnahmen, präzise beobachtet: “Es ist wie ein Puzzle, das irgendwie zusammengehen muss. Der eigene Blickwinkel, die eigene Haltung verändert das Motiv. Ich versuche, immer im Moment zu sein”, so die Künstlerin.

Sie malt dabei in einer beinahe altmeisterlichen Technik, denn sie fertigt ihre Farben selbst an – aus reinen Farbpigmenten und einem selbstgemachten Bindemittel. Ganz klassisch nach alter Schule, aber gerade dadurch kann sie auch aus unendlich vielen Farbnuancen schöpfen.

Tanja Gott studierte bei Erhard Göttlicher und Almut Heise und lernte bei beiden das genaue Beobachten. Und nur wer genau beobachtet, kann seine Bilder zum Sprechen bringen. Das wiederum verbindet die Malerin mit dem Fotografen. (www.Tanjagott.de)

Seit über 45 Jahren fotografiert sich Heiko Westphalen erst analog, dann digital, durch sein Leben. Inspiriert von der norddeutschen Landschaft, in der er geboren und aufgewachsen ist, interpretiert er diese auf immer neue Art und Weise künstlerisch und in fotografisch ungewohnter Weise. Durch digitale Nachbearbeitung gelingt ihm, seinen Fotografien eine besondere Ausdruckskraft zu verleihen.

In den Arbeiten von Heiko Westphalen klingt eine Vielzahl von Komponenten zusammen: er befasst sich weniger mit der bloßen Abbildung der „Alltagswelt“, sondern interpretiert und verfremdet.

Die grundlegenden Elemente sind Farbe und Struktur. Einzelne Bereiche im Bild bekommen eine intensive Farbigkeit – der Fotokünstler setzt Akzente mit starken Komplementärkontrasten.

In einer komplizierten Nachbearbeitung am Computer legt Westphalen verschiedene Texturen über das eigentliche Motiv. Eine Vielzahl solcher Ebenen, kunstvoll übereinander gelagert und farblich verfremdet, ergeben letztlich das fertige Bild, dass anschließend auf Leinwand- oder andere Träger gedruckt werden kann. Am Ende jedoch, bleibt der Betrachter im Unklaren: ist es ein Foto oder doch Malerei- oder Druckgrafik? (https://www.fotografik-heiko-westphalen.de/)

13.5. – 5.8.2018

 Eröffnung: 13.5., Internationaler Museumstag, 15 Uhr.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 14-18 Uhr. Ab Juni: Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr.  HINWEIS: Zu den Maifeiertagen (1. Mai, Himmelfahrt, Pfingsten) hat das Haus Peters geöffnet!

Zur Eröffnung sind beide Künstler anwesend und es gibt ein interaktives Künstlergespräch.

Koloniale Erinnerungsorte und Stillleben von Jens Rusch im Haus Peters

Bereits am 3. März (15 Uhr) eröffnet die diesjährige Ausstellungssaison im Tetenbüller Haus Peters. Das Programm startet mit einer Doppelausstellung. Die kulturhistorische Ausstellung „Koloniale Erinnerungsorte“ wird ergänzt durch Stillleben des Dithmarscher Künstlers Jens Rusch.

Die deutsche und dänische Kolonialzeit hat nicht nur in den großen Metropolen ihre Spuren hinterlassen, sondern auch in den Provinzen der kolonialen „Mutterländer“, so auch in der Region zwischen Königsau und Eider, die als als Herzogtum Schleswig im Dänischen Königreich und später als preußische Provinz im Deutschen Reich sogar Teil der Kolonialgeschichte beider Staaten war. Dass eine Region auf die Kolonialgeschichte gleich zweier Nationen verweisen kann, ist in dieser Form einmalig. Die Wanderausstellung vermittelt einen Überblick zur Kolonialgeschichte der Region und stellt ausgewählte Ort, so auch das Haus Peters, in 10 großen Schautafeln vor.

Die Wanderausstellung ist Ergebnis eines Projektes, das in den letzten Jahren gemeinsam vom Flensburger Schifffahrtsmuseum, dem Museum Sønderjylland – Kulturhistorie

Aabenraa, sowie der Schleswigschen Sammlung der Dänischen Zentralbibliothek betreut wurde. Anlass hierzu bot das Gedenkjahr zum Verkauf der dänischen Kolonien samt der dort lebenden Menschen im Jahr 1917. Neben Seminaren, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen wird auch ein umfangreicher Sammelband zum Thema publiziert.

Die Ausstellung wird erweitert durch Kolonialwarenexponate aus der eigenen Haus-Peters-Sammlung rund um die Themenschwerpunkte klassischer Kolonialwaren wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Tabak.

Außerdem zeigt der Künstler Jens Rusch, der bereits 2013 erfolgreich im Haus Peters ausstellte, ausgewählte – thematisch passende – Stillleben. Jens Rusch (* 1950) ist seit rund 40 Jahren erfolgreich und ausschließlich als freischaffender Künstler tätig; seine Grafikserien, Illustrationen, Bilder und Exlibris sind weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt.

Rusch ist in erster Linie Realist – auch er nahm an Malsymposien der Norddeutschen Realisten teil -, aber wenn man genau hinsieht, bemerkt man seinen latenten Hang zur Surrealität, der auf der Fähigkeit beruht, die verborgenen Seiten der Dinge zu entdecken und Doppeldeutigkeiten aufzudecken. Es ist die Liebe zu den kleinen Dingen, die Jens Rusch eigen ist und was sich besonders in seinen Stillleben sehr anschaulich nachvollziehen lässt. Auch Motive, die an sich banal wirken, können beim längeren Betrachten eine symbolische Lesart erhalten. Eine realistische Malweise steht durchaus nicht im Gegensatz zur Vermittlung tieferer Botschaften. Die Stillleben erfordern eine besonders präzise Malweise. Jens Rusch arbeitet hier in mehreren Malabschnitten, die gut geplant sein müssen, weil einzelne Bildteile immer erst wieder austrocknen müssen, bis nach und nach das ganze Bild vollendet wird.

3.3.-29.4.2018 – Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 14-18 Uhr.

Eröffnung: 3.3., 15 Uhr. Zur Eröffnung spricht:

Marco Petersen, Historiker der Schleswigschen Sammlung

Außerdem findet ein Künstlergespräch mit Jens Rusch statt.

 

 

 

Advent im Haus Peters

Am 14.12. lädt das Haus Peters zu einem adventlichen Abend mit Musik und Lesung ein.

Heike Löw, bekannt vom Eiderstedter Landfrauen-Trio und Vorstandsmitglied im Förderverein Haus Peters, präsentiert heiter-besinnliche Advents- und Weihnachtstexte zusammen mit norddeutschen Weihnachtsliedern, begleitet auf der Gitarre. Bei den Lesungen wird sie von Ingrid Seemann unterstützt, bei den musikalischen Beiträgen steht ihr der Gardinger Frauenchor zur Seite. Die Texte spannen den Bogen von Rilke, über Storm hin zu Arnd Brummer, während die Lieder auch zum Mitsingen animieren sollen. Ein Abend zum Entspannen, Genießen und Mitmachen.
Die Veranstaltung findet zugleich im Rahmen der Tetenbüller Aktion „Lebendiger Adventskalender“ statt.

An den Adventswochenenden will das Haus Peters zudem eine kleine Auszeit vom vorweihnachtlichen Stress bieten: Ganz ohne weihnachtliche Berieselung kann man hier gemütlich eine Tasse Tee trinken und dazu ein leckeres Gebäckstück genießen. Und natürlich die aktuelle Ausstellung von Ole West „Leuchttürme und Mee(h)r“ studieren, die noch bis 25.2.2018 läuft.

14.12., 18.30 Uhr

Winter-Öffnungszeiten: Dezember bis 7.1.2018: Di-So.: 13-17 Uhr. Hl.Abend, 1. Weihnachtstag und Silvester geschlossen. Ab 8.1. bis Ende Febr.: nur Sa/So.: 13-17 Uhr.

Ole West: ab 7. Oktober im Haus Peters

Leuchttürme und Mee(hr)

Ab dem 7. Oktober zeigt das Haus Peters eine Ausstellung mit Arbeiten von Ole West (*1953). Der Grafiker, Maler und Illustrator ist ein Künstler des Nordens und der Küste; seine Motive und Bücher – Leuchttürme, Schiffe, Seezeichen, Seekarten, Fische, Maritimes, Meer & mehr in kreativer Mischtechnik – kennt fast jeder. Daher auch der Titel der Ausstellung „Leuchttürme und Mee(h)r“. Ole West, der lange auf Norderney lebte und jetzt in Wedel an der Elbe bei Hamburg wohnt, hat hier seinen Lebensmittelpunkt, hier fühlt er sich mit Landschaft und

Menschen verbunden, was sich natürlich in seiner Kunst niederschlägt. Für die Ausstellung im Haus Peters hat er viele neue Motive aus dem Jahr 2017 mitgebracht, thematisch und technisch bunt gemischt. Die Elemente des küstennahen Lebens gehören zu den immer wiederkehrenden, aber sich auch ständig wandelnden Themen seiner Werke. In der Ausstellung wird er einen Querschnitt durch sein Werk zeigen – Neues, aber auch solches mit Wiedererkennungswert.

Von seinem Standort aus zieht Ole West jedoch auch seine Kreise, bereist fast ganz Europa (u.a. Irland, Dänemark, Schottland, Niederlande), aber auch die USA. Überall entstehen Zyklen mit regionalen Motiven: Aquarelle, Zeichnungen, Ölbilder, und natürlich auch immer wieder Leuchttürme, aber auch Bildbände, die die diese Reisen illustrieren.
Eine Besonderheit seiner Kunst ist, dass er oft ungewöhnliche Maluntergründe verwendet: Anstelle von Leinwand oder Papier entstehen viele seiner maritimen Motive auf Seekartenausschnitten, die thematisch einen Bezug zum dargestellten Motiv bilden. Der collagenhafte Charakter dieser Technik macht seine Bilder so unverwechselbar. Entstanden ist diese Technik durch einen Zufall: “Ich hatte eine alte Seekarte zu Hause liegen und habe einfach aus dem Kopf einen Leuchtturm darauf gemalt.” Und dabei ist er geblieben. Mittlerweile hat er jeden Leuchtturm an Deutschlands Küsten porträtiert und schon sehr viele Leuchtzeichen aus ganz Europa. Leuchttürme sind nun mal seine Leidenschaft.

Ole West studierte Malerei sowie Buchillustration bei den Professoren Siegfried Oelke und Manfred Grossmann von 1975 bis 1979 an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Erste Berufspraxis erhielt der Diplom-Designer dann beim NDR, Studio Hamburg und beim Ernst-Deutsch–Theater. Hier entstehen Entwürfe für Film – und Theaterkulissen und für Messestände.

Seit 1982 arbeitet Ole West erfolgreich als freier Maler, Zeichner, Buchautor- und Illustrator. Zahlreiche Ausstellungen, Radio- und Fernsehbeiträge, kleine, limitierte Editionen sowie Drucke in hohen Auflagen, u.a. von Kochbüchern, zeugen von seiner Schaffenskraft. Im eigenen Verlag Tidenhub werden Bücher und Grafiken vertrieben.

Ausstellungsdauer Ole West: 7. Oktober – 25. Februar 2018

Eröffnung: 7.10, 15 Uhr: Ole West im Gespräch, Signierstunde.

 

 Sonstige Veranstaltungen im Verlauf der Ausstellung:

 18.11., 15 Uhr: „Seemannsgarn“ – Extra-Veranstaltung zur laufenden Ausstellung.

(Vor-)Weihnachtszeit: Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Weihnachtsstress im Haus Peters!

 14.12., 19 Uhr: Nordfriesischer Advent – heitere Lesung mit Musik

21. Februar, 14.30 Uhr – Tetenbüller Futjesessen am Biike-Tag

Öffnungszeiten:

Oktober – Dezember: Di.-So.: 13-17 Uhr.  Jan./Febr.: Sa./So.: 13-17 Uhr
Hl.Abend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester geschlossen.

10.9.: Tag des offenen Denkmals mit Uwe Thomas Guschl

Uwe Thomas Guschl (*1945), der vor allem für seine schwungvolle, mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft kombinierte Malerei bekannt ist, ist noch bis zum 24. September mit seiner Ausstellung “Häuser, Hütten, Scheunen, Ställe“ im Haus Peters zu Gast.

Am 10.9., dem „Tag des offenen Denkmals“, wird er ab 15 Uhr durch seine Ausstellung führen und Fragen der Besucher zu seinen Bildern und seiner Technik beantworten. Im Dialog mit den Besuchern wird er Einblicke ins Atelierleben geben und sozusagen kleine Geheimnisse rund um sein Schaffen lüften.

Seine bevorzugte Technik ist die Ölmalerei, seine Bildthemen verarbeitet er vorzugsweise in Serien. Es sind norddeutsche und nordeuropäische Landschaften, Variationen ein und desselben Motivs, oft mit Gebäuden oder Formationen, die den Blick des Betrachters anziehen, sich aber gleichzeitig harmonisch in das Bild einfügen. Die Wiedergabe seiner Motive ist stark verdichtet und abstrahiert. So, als würde er die Essenz der Dinge auf die Leinwand bannen. Früher malte er bevorzugt die reine Landschaft, heute steht das Objekt im Vordergrund, die Landschaft bleibt nur angedeutet, aber dennoch präsent.

In Guschls Bildern sind nie Menschen zu sehen, aber dennoch spürt man, dass seine Häuser und Hütten bewohnt sind oder dass Mensch und Tier ihre Spuren hinterlassen haben. „Oft sind Behausungen auch Spiegelbilder menschlicher Beziehungen“, so der Künstler.

Häuser, Hütte, Scheunen, Ställe – das sind alles sind nicht nur Behausungen, sondern sie spenden auch Schutz, sie zähmen quasi die zeitlose Natur, sie sind Symbole einer Suche nach Heimat. „Ich erzähle keine Geschichten, aber es finden Geschichten in meinen Bildern statt“ – und diese Geschichten zu entdecken, ist Aufgabe des Betrachters: So entsteht eine ständige Zwiesprache zwischen ihm und dem Künstler.

Seine malerische Handschrift ist kraftvoll, impulsiv, emotional, mit raschen Pinselstrichen bringt er seine Sujets auf die Leinwand. Mal greift er zu kräftigen Farbtönen, mal spielt er mit Farbnuancen, die fast Ton in Ton daherkommen. Das Bild entsteht während des Malprozesses, wobei Guschl so gut wie nie korrigiert. Lieber belässt er es bei informellem Farbmustern oder skizzenhafter Spontaneität, als dass er Gefahr läuft, ins allzu Naturalistische abzugleiten. Die Wiedergabe von Atmosphäre, Licht, Witterung und Oberflächenstrukturen ist ihm wichtiger. Seine Werke sind nicht seelenloses Abbild, sondern sie sind das pure Leben.

 

10.9., 15 Uhr: Tag des offenen Denkmals: Künstlergespräch und Einblicke ins Atelierleben mit Uwe Thomas Guschl

Uwe Thomas Guschl im Haus Peters: “Häuser, Hütten, Scheunen, Ställe“

Uwe Thomas Guschl (*1945), der vor allem für seine schwungvolle, mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft kombinierte Malerei bekannt ist, wird ab dem 8. Juli im Haus Peters mit der Ausstellung zu Gast sein.
Seine bevorzugte Technik ist die Ölmalerei, seine Bildthemen verarbeitet er vorzugsweise in Serien. Es sind norddeutsche und nordeuropäische Landschaften, Variationen ein und desselben Motivs, oft mit Gebäuden oder Formationen, die den Blick des Betrachters anziehen, sich aber gleichzeitig harmonisch in das Bild einfügen. Die Wiedergabe seiner Motive ist stark verdichtet und abstrahiert. So, als würde er die Essenz der Dinge auf die Leinwand bannen. Früher malte er bevorzugt die reine Landschaft, heute steht das Objekt im Vordergrund, die Landschaft bleibt nur angedeutet, aber dennoch präsent.

In Guschls Bildern sind nie Menschen zu sehen, aber dennoch spürt man, dass seine Häuser und Hütten bewohnt sind oder dass Mensch und Tier ihre Spuren hinterlassen haben. „Oft sind Behausungen auch Spiegelbilder menschlicher Beziehungen“, so der Künstler.

Häuser, Hütte, Scheunen, Ställe – das sind alles sind nicht nur Behausungen, sondern sie spenden auch Schutz, sie zähmen quasi die zeitlose Natur, sie sind Symbole einer Suche nach Heimat. „Ich erzähle keine Geschichten, aber es finden Geschichten in meinen Bildern statt“ – und diese Geschichten zu entdecken, ist Aufgabe des Betrachters: So entsteht eine ständige Zwiesprache zwischen ihm und dem Künstler.

Seine malerische Handschrift ist kraftvoll, impulsiv, emotional, mit raschen Pinselstrichen bringt er seine Sujets auf die Leinwand. Mal greift er zu kräftigen Farbtönen, mal spielt er mit Farbnuancen, die fast Ton in Ton daherkommen. Das Bild entsteht während des Malprozesses, wobei Guschl so gut wie nie korrigiert. Lieber belässt er es bei informellem Farbmustern oder skizzenhafter Spontaneität, als dass er Gefahr läuft, ins allzu Naturalistische abzugleiten. Die Wiedergabe von Atmosphäre, Licht, Witterung und Oberflächenstrukturen ist ihm wichtiger. Seine Werke sind nicht seelenloses Abbild, sondern sie sind das pure Leben.

Uwe Thomas Guschl wurde 1945 in Sterup Dingholz, im Kreis Schleswig-Flensburg geboren und studierte von 1972 bis 1977 an der Fachhochschule Hamburg die Fachrichtung Gestaltung. Seit Abschluss des Studiums ist er als Maler und Grafiker tätig und lebt heute in Flensburg, wo er auch sein Atelier betreibt.

Öffnungszeiten während der Ausstellung: Di.-So.: 11-18 Uhr.

Ausstellungsdauer: 8.7. – 24.9.2017

Eröffnung: 8.7, 15 Uhr. Eröffnungsredner: Rüdiger Otto von Brocken

 

Weitere Veranstaltungen im Ausstellungszeitraum:

12./13.8.: Buntes Sommerwochenende mit Kunsthandwerkermarkt

10.9., 15 Uhr: Tag des offenen Denkmals: Künstlergespräch und Einblicke ins Atelierleben mit Uwe Thomas Guschl

————-

Tipp: An- und Abreise nach Tetenbüll ist auch mit dem RufBUS-Mittleres Eiderstedt möglich.
Spätestens zwei Stunden vor Abfahrt  unter der Nummer 04862-1000 788 (zum Festnetztaruf) oder unter 0171-1205655 (für WhatsApp und SMS) anrufen und den RufBUS an die Wunschhaltestelle bestellen.



Merken

Internationaler Museumstag am 21.5. im Haus Peters – mit Thorsten K. Hiebner

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Haus Peters wieder am Internationalen Museumstag. Am 21. Mai führt der Kieler Künstler Thorsten K. Hiebner ab 15 Uhr durch seine aktuelle Ausstellung „mehrsicht – einsicht. landschaften und stillleben“, die noch bis zum 18.6. zu sehen ist. Er beantwortet Fragen der Besucher zur Ausstellung, seinem Werk im Allgemeinen und zu seiner Maltechnik; außerdem gewährt er Einblicke in sein Atelierleben. Der Künstler wird seinen Werkprozess anhand einer Fotoserie veranschaulichen, mit der er die einzelnen Schritte dokumentiert hat.

Der Kieler Maler Thorsten K. Hiebner ist einer der eher stillen Künstler in Schleswig-Holstein. Aber man kann ihn durchaus als Geheimtipp für die Freunde realistischer Malerei bezeichnen. Starke Farbigkeit, ausgeprägte Kontraste und außergewöhnliche Bildausschnitte verleihen den Bildern eine ungewöhnliche Anziehungskraft.

Im Focus stehen die Themenbereiche „Landschaft“ und „Stillleben“. Die Arbeiten, meist mit Acryl auf Leinwand oder grundiertes Papier gemalt, stammen vorwiegend aus den letzten drei Jahren.

„Meine Malerei versucht die Grenzen zwischen Abbild und Abstraktion auszuloten, sie wirft damit auch unterschiedliche Fragen auf. Sie kann aber einfach auch nur ästhetisch sein, dem Betrachter gefallen“, so Thomas K. Hiebner über seine malerische Intention.

Im Bereich „mehrsicht der landschaften“ zeigt Hiebner unterschiedliche Standpunkte durch unterschiedliche Sehweisen. Wechselnde Lichtverhältnisse und verschiedene Standorte reflektieren verschiedene Begebenheiten.

Im zweiten Themenbereich „einsicht der stillleben“ beschäftigt sich der Künstler mit  dem Vanitasgedanken, mit Familiengeschichten und historischen Fragestellungen.

 

Haus Peters, Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll

Internationaler Museumstag, 21.5., 15 Uhr

Öffnungszeiten Mai: Di.-So.: 14-18 Uhr.

Dauer der Ausstellung: bis 18.6.

Saisoneröffnung am 11. März mit thorsten k. hiebner im Haus Peters

Vom 11. März bis zum 18. Juni 2017 stellt Thorsten K. Hiebner im Haus Peters unter dem Titel „mehrsicht – einsicht. landschaften und stillleben“ seine malerischen Arbeiten aus.

Der Kieler Maler Thorsten K. Hiebner, der an der Muthesius Kunsthochschule bei Ekkehard Thieme, Harald Duwe und Peter Nagel studierte, ist einer der eher stillen Künstler in Schleswig-Holstein. Aber man kann ihn durchaus als Geheimtipp für die Freunde realistischer Malerei bezeichnen. Starke Farbigkeit, ausgeprägte Kontraste und außergewöhnliche Bildausschnitte verleihen den Bildern eine ungewöhnliche Anziehungskraft.

Im Focus stehen die Themenbereiche „Landschaft“ und „Stillleben“. Die Arbeiten, meist mit Acryl auf Leinwand oder grundiertes Papier gemalt, stammen vorwiegend aus den letzten drei Jahren.

Meine Malerei versucht die Grenzen zwischen Abbild und Abstraktion auszuloten, sie wirft damit auch unterschiedliche Fragen auf. Sie kann aber einfach auch nur ästhetisch sein, dem Betrachter gefallen“, so Thomas K. Hiebner über seine malerische Intention.

Im Bereich „mehrsicht der landschaften“ zeigt Hiebner unterschiedliche Standpunkte durch unterschiedliche Sehweisen. Wechselnde Lichtverhaltnisse und verschiedene Standorte reflektieren verschiedene Begebenheiten. Er bevorzugt dabei vor allem nordische Motive. Mal sind Landschaften in das Licht der Nachmittagssonne getaucht, mal zieht ein bedeckter, fast bedrohlichen Himmel auf. Unterschiedliche Inhalte verfolgen auch unterschiedliche Ziele: Industrie– und Hafenanlagen stehen reinen Naturausschnitten gegenuber. Alle Bilder zeigen Auseinandersetzungen mit dem Gesehenen, indem sie abbilden und gleichzeitig abstrahieren, sie werden mehrdeutig, vielschichtig im Auge des Betrachters.

Im zweiten Themenbereich „einsicht der stillleben“ beschäftigt sich der Künstler mit dem Vanitasgedanken, mit Familiengeschichten und historischen Fragestellungen. Sie führen zu unterschiedlichen Einsichten. So gibt es z.B. Spielfiguren aus dem Elternhaus, die nicht nur abgebildet werden, sondern hinter denen sich Geschichten verbergen. Manche haben den Krieg uberstanden, andere sind verbrannt und wurden spater wieder neu angeschafft. Schriftandeutungen oder portraitähnliche Zeichen innerhalb des Bildes weisen zum Beispiel auf diese Zusammenhange hin.

Thomas K. Hiebner arbeitet seit 1987 als freischaffender Künstler und seit 1988 auch als Kunsterzieher. Er studierte Kunsterziehung ( Christian-Albrechts-Universität) und Geografie sowie Malerei (Muthesiusschule Kiele bei Ekkehard Thieme, Harald Duwe und Peter Nagel). Seit 1996 ist er Mitglied im Bund Bildender Künstler Schleswig-Holsteins und stellt seit 1992 regelmäßig aus in Einzel- und Gruppenausstellungen aus.

Ausstellungsdauer: 11.3. – 18.6.2017

Eröffnung: 11.3., 15 Uhr. Einführung: Jutta Johannsen M.A., Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Kunstlerhauses Eckernförde

 Haus Peters, Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll, http://www.hauspeters.info

Öffnungszeiten: Di.-So.: 14-18 Uhr. Ab Juni: 11-18 Uhr.

 Weiterer Termin während der Ausstellung: Internationaler Museumstag, 21.5., 15 Uhr: Ein Künstlergesprach, eine Führung durch die Ausstellung und Einblicke in das Atelierleben

Merken

25 Jahre Kunst und Kultur im Haus Peters – ab 22. Oktober

Zu einer Jubiläumsausstellung, die ab dem 22. Oktober 2016 läuft, finden sich noch einmal fast alle Künstler, die in den vergangenen 25 Jahren im Haus Peters ausstellten, zu einer Gemeinschaftsausstellung zusammen.

36 Künstler spendeten ein oder mehrere Kunstwerke für diese retrospektive Kunst-Schau zum Thema „25 Jahre Kunst und Kultur“, die unter der Schirmherrschaft des Landrats Dieter Harrsen steht und zudem mit einem ausführlichen Katalog dokumentiert wird. Die Ausstellung umfasst knapp 50 Exponate in den unterschiedlichsten Techniken wie Grafik, Öl- und Acrylarbeiten, Fotografien, Aquarelle und Skulpturen und dokumentiert die Bedeutung des Haus Peters als wichtigen Kulturstandort der Region. Die Ausstellung hat kein Oberthema, die Auswahl soll vielmehr einen repräsentativen Querschnitt der Kulturarbeit der letzten 25 Jahre dokumentieren. Trotzdem zeigen sich, obwohl die Auswahl jeweils dem Künstler überlassen blieb, eindeutige Tendenzen. So wird es eine Abteilung mit Malern der Norddeutschen Realisten geben, eine umfangreiche Grafikschau, aber auch die Sparte der Aquarellmaler und Fotografen wird vertreten sein.

1991 wurde der Förderverein Haus Peters e.V. gegründet, um den ehemaligen Kolonialwarenladen neu zu beleben: einerseits durch einen Ladenbetrieb, andererseits durch Dauerausstellungen und einen wechselnden Galeriebetrieb. Das Haus Peters sollte mehr sein als ein normales Heimatmuseum.

 Die ersten Aktivitäten 1991/92 des neu gegründeten Fördervereins unter der Leitung von Kathrin Schumann umfassten einen Dezember- und Ostermarkt, danach wurden erste Ausstellungen präsentiert – eine Kunstausstellung mit Werken von Otmar Alt sowie die Teddybärenausstellung „Teddy Tedt“, die beide überregional Beachtung fanden. Es folgten unter der Leiterin Brigitta Seidel (2000-2013) Ausstellungen zum Thema „Dörflicher Warenhandel vom 18. bis 20. Jahrhundert“, wie z.B. „Landhökerei“ (2000), Kolonialwaren (2001), Markenwaren (2002), „Als Tante Emma noch bediente“ (2009).

Ausstellungen zum Thema „Dörflicher Warenhandel vom 18. bis 20. Jahrhundert“, wie z.B. „Landhökerei“ (2000), Kolonialwaren (2001), Markenwaren (2002), „Als Tante Emma noch bediente“ (2009). Aus diesen Ausstellungen ging auch die ständige Ausstellung hervor, die die historische Atmosphäre des Hauses zusätzlich betont und die Besucher quasi auf eine kleine Zeitreise einlädt.

Das Giebelzimmer in der Mitte des Hauses wurde am 11. Oktober 1997 dem Hamburger Künstler Horst Janssen gewidmet. Aus Fördermitteln der Lottozentrale des Landes Schleswig-Holstein konnte die berühmte „Eiderlandmappe“ des Künstlers erworben werden, die hier als Dauerausstellung gezeigt wird.

Das Verzeichnis der Künstler, die in 25 Jahren ausstellten, liest sich wie das Who’s Who der norddeutschen Kunst. Fast alle Künstler der Gruppe der Norddeutschen Realisten waren schon zu Gast: z.B. Nikolaus Störtenbecker, Tobias Duwe, Ulf Petermann, Erhard Göttlicher, Till Warwas, Lars Möller, Brigitta Borchert, Michael Arp, Frauke Gloyer. Andere bekannte Künstlernamen sind Otmar Alt, Chagall, Jens Rusch, Susanne Wind, Gisela Mott-Dreizler, Manuel Knortz oder Gesche Tietjens, um nur einige zu nennen. Kunsthandwerkermärkte und Themenwochenenden um Rosen, Schafe und Meer runden das Programm ab. Insgesamt fanden in 25 Jahren über 80 Ausstellungen statt, an die diese Jubiläumsausstellung erinnern soll.


Folgende Künstler haben ein oder mehrere Kunstwerke gespendet:
Otmar Alt, Anna Arnskötter, Otto Beckmann, Brigitta Borchert, Marianne Breckwoldt, CHAU TRAN (QING LIAN), Tobias Duwe,Rosemarie Gaede, Frauke Gloyer, Erhard Göttlicher, Peter Haefcke,Karl-Heinz Höppner,Horst Janssen / Galerie St. Gertrude,Manuel Knortz,Hans-Ruprecht Leiß,Hannes Mercker,Gisela Mott-Dreizler (Reinhard Scheuble – Die Quetsche),Angelika Nitsch,Günter Nommsen,Siri Pasina, Julia Pasinski, Ulf Petermann, Frauke Petersen, Peter F. Piening, Karina Reck, Jens Rusch, Ingrid M. Schmeck, Ulrich Schmied, Ursula Schultz-Spenner, Lothar Seruset, Nikolaus Störtenbecker, Peter Streicher, Gesche Tietjens, Till Warwas, Wolfgang Werkmeister, Susanne Wind.

 Dauer der Jubiläumsausstellung: bis 26.2.2017

Eröffnung „25 Jahre Kunst und Kultur“: 22. Oktober, 15 Uhr.

Einführung in die Ausstellung: Dr. Thomas Gädeke, Schloss Gottorf

Grußworte: Schirmherr der Ausstellung Landrat Dieter Harrsen

Musikalische Umrahmung: Vilou

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Hrsg. von Katrin Schäfer, 96 Seiten. 36 farbige Abbildungen. 9,50 €

Zum Jubiläum wird außerdem die erste Publikation des Haus Peters wieder neu aufgelegt: Kathrin und Bernd Schumann: Teddy Tedt in Tetenbüll. Edition Haus Peters. 1993 (neu: 2016). 7,95 €


Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken