Haus Peters

Digitale Malerei und Futjes am 23.2., 15 Uhr im Haus Peters

Passend zur aktuellen Doppelausstellung Augustin M. Noffke „(Zwischen) Himmel und Erde“ (Grafik, Malerei) und Bernt Hoffmann „Digitale Malerei“ (Fotografie), die noch bis zum 24.3. läuft, bietet das Haus Peters einen Sondertermin am 23. Februar an und lädt zu einem kunstsinnigen und kulinarischen Nachmittag ein.

Der Flensburger Fotograf Bernt Hoffmann erläutert seine Ausstellung und geht auf Fragen der Besucher ein. Die „Digitale Malerei“ ist eine Kunstform, die der Fotograf und Mediendesigner in unendlich vielen Experimenten seit 2007 entwickelt und in den Folgejahren immer weiter verfeinert hat. Hoffmann verwandelt „normale“ Fotografien in malerisch wirkende Bildwerke. Hierzu wird zunächst jedes Foto mit meist drei aufeinander abgestimmten Software-Komponenten – per digitalem Tuschkasten – bearbeitet und erlangt sozusagen durch die Wegnahme von Bildinformation ein Aussehen, das wirkt, als sei es mit Pinsel und Farbe von Hand gemalt worden. Seit Herbst 2017 gibt es noch einen weiteren Verfahrensweg, der den Künstler zur nächsten Stufe, der „Digitalen Malerei 2.0“, führt. Seine Bilder strahlen eine Zeitlosigkeit aus, denn er fühlt sich keinem Stil, keinem Mainstream verbunden.

Für die Ausstellung im Haus Peters hat sich Bernt Hoffmann vor allem auf Eiderstedt- und Nordfriesland-Motive konzentriert und bringt zum 23.2. auch neue Motive mit. Zudem bietet er alle Leinwanddrucke im Aktionsraum 23.2. bis 24.3. mit 20% Rabatt an und fertigt auch auf Wunsch “malerische Bilder” aus Vorlagenfotos von Kunden. 

Dietmar Claußen vom Tetenbüller Kirchspielkrug bereitet an diesem Nachmittag wieder leckere Futjes zu – nach dem Originalrezept von Luise Peters, der letzten Bewohnerin des Haus Peters.

 23.2., 15 Uhr.

 

Doppelausstellung Malerei trifft Fotografie – Tanja Gott und Heiko Westphalen

Am 13.5., dem Internationalen Museumstag, eröffnet im Haus Peters in Tetenbüll eine Doppelausstellung, ein Dialog zwischen Malerei und Fotografie. Tanja Gott aus Hamburg zeigt Malerei unter dem Titel „Liebste Orte“, und Heiko Westphalen aus Flensburg präsentiert in einer Kabinettausstellung Fotografie „Zwischen Himmel und Erde“. Beide Künstler lieben präzise Momentaufnahmen und beide lieben den Norden. Das verbindet sie, aber das trennt sie auch, denn jeder verarbeitet die Motive auf individuelle Weise.

In den Stillleben von Tanja Gott, die Kunst und Illustration studiert hat, begegnen wir leuchtenden Farben und verschlungener Ornamentik. Schlichtes Karo sowie schillernde Blumenmuster durchziehen die Gemälde und bilden eine Polarität von gegenständlicher Malerei und Abstraktion. Alltag, Ideal und Fiktion berühren sich und werden teilweise humorvoll-ironisch überspitzt.

In ihren maritimen Hamburg-Bildern zeigt Tanja Gott die tiefe Verbundenheit mit der norddeutschen Landschaft und dem Wasser. Lichtreflexe spiegeln sich im Wasser, die Luft flimmert; der Betrachter fühlt diese besondere Stimmung, als sitze er gerade selbst an diesem Ort.

Gotts Bilder sind Momentaufnahmen, präzise beobachtet: “Es ist wie ein Puzzle, das irgendwie zusammengehen muss. Der eigene Blickwinkel, die eigene Haltung verändert das Motiv. Ich versuche, immer im Moment zu sein”, so die Künstlerin.

Sie malt dabei in einer beinahe altmeisterlichen Technik, denn sie fertigt ihre Farben selbst an – aus reinen Farbpigmenten und einem selbstgemachten Bindemittel. Ganz klassisch nach alter Schule, aber gerade dadurch kann sie auch aus unendlich vielen Farbnuancen schöpfen.

Tanja Gott studierte bei Erhard Göttlicher und Almut Heise und lernte bei beiden das genaue Beobachten. Und nur wer genau beobachtet, kann seine Bilder zum Sprechen bringen. Das wiederum verbindet die Malerin mit dem Fotografen. (www.Tanjagott.de)

Seit über 45 Jahren fotografiert sich Heiko Westphalen erst analog, dann digital, durch sein Leben. Inspiriert von der norddeutschen Landschaft, in der er geboren und aufgewachsen ist, interpretiert er diese auf immer neue Art und Weise künstlerisch und in fotografisch ungewohnter Weise. Durch digitale Nachbearbeitung gelingt ihm, seinen Fotografien eine besondere Ausdruckskraft zu verleihen.

In den Arbeiten von Heiko Westphalen klingt eine Vielzahl von Komponenten zusammen: er befasst sich weniger mit der bloßen Abbildung der „Alltagswelt“, sondern interpretiert und verfremdet.

Die grundlegenden Elemente sind Farbe und Struktur. Einzelne Bereiche im Bild bekommen eine intensive Farbigkeit – der Fotokünstler setzt Akzente mit starken Komplementärkontrasten.

In einer komplizierten Nachbearbeitung am Computer legt Westphalen verschiedene Texturen über das eigentliche Motiv. Eine Vielzahl solcher Ebenen, kunstvoll übereinander gelagert und farblich verfremdet, ergeben letztlich das fertige Bild, dass anschließend auf Leinwand- oder andere Träger gedruckt werden kann. Am Ende jedoch, bleibt der Betrachter im Unklaren: ist es ein Foto oder doch Malerei- oder Druckgrafik? (https://www.fotografik-heiko-westphalen.de/)

13.5. – 5.8.2018

 Eröffnung: 13.5., Internationaler Museumstag, 15 Uhr.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 14-18 Uhr. Ab Juni: Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr.  HINWEIS: Zu den Maifeiertagen (1. Mai, Himmelfahrt, Pfingsten) hat das Haus Peters geöffnet!

Zur Eröffnung sind beide Künstler anwesend und es gibt ein interaktives Künstlergespräch.

Hans-Ruprecht Leiß: Kleine Geschichten auf Papier

Die erste Ausstellung der Saison 2015 im Tetenbüller Haus Peters ist dem Künstler Hans-Ruprecht Leiß gewidmet. Er zeigt dort vom 14.3 bis zum 28.6. „Kleine Geschichten auf Papier“ – ein Blick auf sein bisheriges Werk, vermischt mit aktuellen Arbeiten, die zum Teil speziell für diese Ausstellung entstanden sind.

Der gebürtige Husumer (*1954), der seit 1985 freiberuflich als Maler, Grafiker und Illustrator in Flensburg tätig ist und der mittlerweile weit über die Grenzen von Schleswig-Holstein hinaus bekannt ist, hat seinen ganz eigenen phantastisch-realistischen Bildstil entwickelt. In seiner lebhaften, bisweilen kuriosen Bildersprache erweckt er seine Motive zum Leben; für den Betrachter gibt es oft unendlich viel zu entdecken, wenn man bereit ist, sich seinen erzählenden Bildern zu öffnen und ihnen sozusagen zuzuhören.

Maritime Themen, der Mensch am Meer und das bunte Leben der Tiere – alles eingebettet in phantastische Szenerien – sind bestimmende Motive seines Werks, denen der Betrachter auch in dieser Ausstellung immer wieder begegnen wird. Besonders seine Liebe zum Meer thematisiert der Küstenmenschen Leiß immer wieder: Boote, Schiffe und Archen kreuzen auf den Bildern, Meerestiere tummeln sich zwischen Seezeichen, Leuchttürmen und Strandgut. Dazwischen tauchen Chimären, Fabelwesen, Menschen und realexistierende Landtiere auf, die man eigentlich in diesem Kontext nicht vermutet.

Man wird unweigerlich hineingezogen in diesen ureigensten Kosmos, in diese bildgewordenen Traumwelten, denen man sich nicht entziehen kann und deren Ideen man weiterspinnt. Man landet in einer Welt voller Skurrilität, wimmelnd von Figuren, Lebewesen und Details, so wie eben auch das wirkliche Leben immer wieder überraschend und unkalkulierbar ist. Je länger man Leiß’ Bilder betrachtet, desto tiefsinniger und hintergründiger werden sie, desto mehr spürt man die feine Ironie des Künstlers, die vor keinem Thema halt macht.

Und egal, welche Motive auch immer er wählt, seine farbintensiven Bilder sind unverwechselbar – einen Leiß erkennt man immer wieder.

 

Hans-Ruprecht Leiß besuchte ab 1977 die Pädagogische Hochschule in Flensburg, um dort das Lehramt für Kunsterziehung zu studieren. Nach Beendigung dieser Ausbildung entschied er sich für ein Leben als freischaffender Künstler und beschäftigt sich seitdem im eigenen Atelier mit Druckwerkstatt in Flensburg ausschließlich mit seiner Kunst. Er widmet sich der Malerei, der Grafik und hat zudem zahlreiche Bücher illustriert. Sein Werk wurde mit mehreren Kunst- und Kulturpreisen ausgezeichnet.

Eröffnung: 14.3., 15 Uhr, Einführung: Uwe Herms, Schriftsteller und Freund des Künstlers

Dauer der Ausstellung: 14.3. bis 28.6.2015

Weitere Termine im Ausstellungszeitraum:
17.5, 15 Uhr: Internationaler Museumstag: Hans-Ruprecht Leiß wird an diesem Tag vorführen, wie er eine Grafik, die eigens dafür entstanden ist, mit der Gouache-Technik ausgestaltet.

20./21.6., jeweils 11-20 Uhr: Schafe und Rosen