Haus Peters

Doppelausstellung „Am Meer!“ im Haus Peters ab 6.4.: Ursula Schultz-Spenner (Malerei) und Wilfried Dunckel (Fotografie)

Am 6. April wird die erste Ausstellung der neuen Saison im Haus Peters in Tetenbüll eröffnet. Auch 2019 wird das Konzept der Doppelausstellungen beibehalten. Unter dem gemeinsamen Ausstellungsmotto „Am Meer!“ treffen diesmal die Malerin Ursula Schultz-Spenner und der Oldensworter Fotograf Wilfried Dunckel zusammen.


Ursula Schultz-Spenner, die in Hamburg und auf Eiderstedt lebt, beherrscht viele Techniken wie Aquarell, Gouache, Eitempera, Acryl oder Ölmonotypie. Sie hat sich hierbei ihre eigene Herangehensweise erarbeitet, die sie je nach Motiv individuell variiert. Das Motiv bestimmt immer mit, welche Technik sie einsetzt. Jede Arbeit erfordert ein eigenes individuelles Bildkonzept. Sie arbeitet in mehreren Bildschichten und bezieht auch Strukturen in den Bildgrund mit ein, sodass die Motive zum Teil eine ungewöhnliche Tiefenwirkung erhalten. Für die Ausstellung im Haus Peters hat sie sich auf Küstenmotive der Region Eiderstedt mit ihren einzigartigen Momenten konzentriert und auch ganz neue Werke mitgebracht.

Das Meer selbst sowie die Strukturen im und am Meer wie Sand, Dünengras, Wellen oder Reet, die sich aus der ständigen Wandelbarkeit durch Wind, Gezeiten und Lichteinfall ergeben, inspirieren die Künstlerin immer wieder aufs Neue. In letzter Zeit experimentiert Schulz-Spenner besonders gern mit der Technik der Ölmonotypie. Mit dieser anspruchsvollen und zeitaufwändigen Technik kann sie schon während des Entstehungsprozesses des Bildes auf diese Wandlungsfähigkeit der Natur reagieren. So ist die Unvorhersehbarkeit der Optik – z.B. des Meerwassers – auch im Entstehungsprozess eines Bildwerkes als malerisches Mittel zugelassen – Maßstab bleibt aber immer die Realisierung des geplanten Bildkonzeptes.
Eine Skulptur des Bildhauers Frido Röhrs, der ebenfalls seine Arbeitsschwerpunkte auf Eiderstedt und in Hamburg hat, ergänzt die Ausstellung.
Schultz-Spenner studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg
Illustration bei Wilhelm M. Busch, Gero Flurschütz sowie Siegfried Oelke sowie Grafikdesign mit Diplomabschluss. Sie war lange Jahre als freiberufliche Grafikdesignerin tätig und schloss zusätzlich noch ein Malereistudium bei Gerd Krenckel ab. Sie ist in verschiedenen Künstlergruppierungen aktiv, unternehmt regelmäßig Malreisen ins In- und Ausland und kann auf eine beachtliche Reihe von Ausstellungen zurücksehen.
(http://www.ursula-schultz-spenner.de)

Der Oldensworter Wilfried Dunckel fühlt sich im Nationalpark Wattenmeer zu Hause. Viele seiner Fotografien entstehen hier, sozusagen vor seiner Haustür. In einer Kabinettausstellung zeigt er einen Ausschnitt seiner beeindruckenden Landschaftsfotografie. Sein Motto lautet: „Bilder gehören an die Wand“ – folgerichtig waren seine Arbeiten bereits in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.
Sein Thema ist die Naturfotografie und hier vor allem Meer- und Küstenmotive, nicht nur hier im Norden, sondern auch in Schottland, Kanada, Alaska oder Skandinavien.

Ursprünglich kommt Dunckel aus der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie, ist dann aber auf die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Fotografie umgestiegen. Seine Bilder, früher eigenhändig in der Dunkelkammer entwickelt, produziert er heute mit einem Fine Art Printer selbst und kann so auch durch den Fotodruck Einfluss auf das Endprodukt nehmen, so z.B. durch die Papierauswahl.
(http://wilfried-dunckel.de)

Eröffnung: 6.4., 15 Uhr: Dieter Staacken führt in die Ausstellung von Ursula Schultz-Spenner ein. Künstlergespräch mit Wilfried Dunckel.
Dauer der Ausstellung: 6.4. – 23.6.
Öffnungszeiten: bis Mai: Di.-So.: 14-18 Uhr, ab Juni: Di.-So.: 11-18 Uhr.

Weitere Termine während des Ausstellungszeitraums:
28.4., 11-18 Uhr
Tag des offenen Ateliers – Ursula Schultz-Spenner gibt vor Ort im Haus Peters Einblicke in ihre Malerei

19.5., 14-18 Uhr
Internationaler Museumstag: Museen – Zukunft lebendiger Traditionen
„Einkaufen und leben wie anno dazumal“, zu Gast ist die Tanz- und Trachtengruppe Drelsdorf

22./23.6.
Schaf- und Rosenwochenende mit Kunsthandwerkermarkt, Musik u.v.m.

Austellungssaison startet am 2. März mit Ulf Petermann: Faszination Küste

Ulf Petermann, 1950 in Brunsbüttel geboren, hat Studien- und Künstlerjahre in Kiel verbracht; heute wohnt er im nordfriesischen Halebüll, kurz vor der Überfahrt nach Nordstrand, dort, wo er auch seine bevorzugten malerischen Themen findet: die Weite der Landschaft, den hohen nordischen Himmel mit seinem unvergleichlichen Wolkenspiel, Watt und Schlick, wasserdurchzogene Priele, Salzwiesen und diese seltsame Mischung aus graubrauner Eintönigkeit und farbigen Lichtspielen dieser wettergegerbter Landschaft.

Ulf Petermann im Atelier

Ulf Petermann im Atelier

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem treffenden Titel „Faszination Küste“ stellt Petermann im Haus Peters seine neuesten Arbeiten vor; die nordfriesische Küsten- und Inselwelt ist dabei natürlich das Hauptthema;   kleinformatige Strand- und Figurenstudien sowie einige Zeichnungen und Stadtbilder werden die Ausstellung abrunden.

Ulf Petermann - Buhnen auf Sylt

Ulf Petermann – Buhnen auf Sylt

 

 

 

 

 

 

In seinen Bildern bleibt er meist einem gegenständlichen Realismus verpflichtet. Die Anregungen holt er sich direkt vor der Natur, wo Skizzen und kleine Ölstudien entstehen; zuhause dann im Atelier gilt es, die Natur immer wieder aufs Neue zu erfinden.
Mit dieser Tendenz zur Freilichtmalerei fügt sich der Künstler in eine Bewegung ein, die in den letzten Jahrzehnten in Schleswig-Holstein wieder erstarkte und durch Nikolaus Störtenbeckers Initiative zur Gruppe der so genannten „Norddeutschen Realisten“ avancierte.  Zusammen mit seinen Kollegen nahm Petermann mehrmals an gemeinsamen Mal-Symposien teil.

Ulf Petermann - Nach dem Regen (Föhr)

Ulf Petermann – Nach dem Regen (Föhr)

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschult von seinem Vorbild und Lehrer Harald Duwe, hatte Petermann sich bis etwa Mitte der 90er Jahre vornehmlich dem Figurativen verschrieben. Irgendwann aber kam der Entschluss, „sich aus dem intellektuell überladenen Kunstbetrieb herauszulösen“ und „ein einfacher Bildermaler zu sein“, wie es der Künstler bescheiden formulierte: „Mich mit Dingen zu beschäftigen, die ich liebe, sei es in einem Blumengarten oder vor einer Landschaft.“

Aber natürlich ist Ulf Petermann alles andere als ein „einfacher Bildermaler“, vielmehr darf man ihn als Meister seines Fachs bezeichnen, als einen Meister des Lichts und der Landschaft. Im direkten Kontakt mit der Natur vor seiner Haustür ist er frei von jeglichen Konventionen, frei von Tradition und historischem Vorbild.

Ulf Petermann - Die Godel bei Witsum (Föhr)

Ulf Petermann – Die Godel bei Witsum (Föhr)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit genauer Beobachtungsgabe und verhaltener Farbigkeit zaubert er Landschaften, die durch eine besondere Authentizität bestechen: authentisch deswegen, weil sie nicht verfälschen und beschönigen, authentisch auch deswegen, weil man beim Betrachten den Sand unter den Füßen zu fühlen glaubt, den Wind in den Haaren spürt und die salzige Luft einatmet.

Ausstellungseröffnung: 2.3.2013, 15 Uhr. Es sprechen: Dr. Katrin Schäfer und Henning Möller, Bürgermeister Tetenbüll.
Ausstellungsdauer: bis 30.6.2013

Termin zum Vormerken:

12.5.:  Internationaler Museumstag: 15 Uhr. Ulf Petermann im Gespräch