Haus Peters

„Querbeet“ von Nikolaus Störtenbecker – Jubiläumsausstellung des Norddeutschen Realisten im Haus Peters

Ab dem 17.10. ist der Künstler Nikolaus Störtenbecker mit der Ausstellung „Querbeet“ zu Gast. Zum 75. Geburtstag des Begründers der norddeutschen Realisten zeigt das Haus Peters einen Querschnitt seines Werkes. Der Ausstellungstitel „Querbeet“ ist dabei doppeldeutig zu verstehen: Es ist sowohl ein Streifzug durch das Lebenswerk des Künstlers als auch ein gärtnerischer Ausflug mit Rosen- und Blumenbildern sowie Gartenszenen.

Störtenbecker Querbeet

Nikolaus Störtenbecker (*1940) ist so etwas wie der Ziehvater der jüngeren Generation der „Norddeutschen Realisten“, die sich längst als eine Art Markenzeichen der Schleswig-Holsteinischen Kunstszene etabliert haben. 1965 war Störtenbecker Mitbegründer der Künstlergruppe ZEBRA, die sich vom damals herrschenden Informel abwandte und einen neuen Realismus in der Kunst forderte; in den späten 70er Jahren gab es eine weitere Zensur im künstlerischen Schaffen Störtenbeckers, nämlich die konsequente Rückkehr zum Naturalismus, die Rückkehr zur Plenair-Malerei, gleichsam eine Hommage an die Landschafts- und Genremalerei der norddeutschen Künstler des 19. Jahrhunderts.

Störtenbecker Raps, 2013

In der Ausstellung werden hauptsächlich Ölgemälde und Farbholzschnitte nach japanischer Art präsentiert. Stillleben, Interieurs und Porträts sind die Themen, aber vor allem auch die norddeutsche Landschaft und insbesondere die Gartenlandschaft direkt vor seiner Tür im heimischen Munkbrarup – Ruhepol und Inspiration zugleich für den Künstler, der in ihr das perfekte Zusammenspiel von Natur und Kunst sieht. Hier findet er die künstlerische Freiheit mit den zeitgenössischen Konventionen brechen zu können. Die Landschaftsmalerei verlangt nach Spontaneität, nur kurze Momente bleiben, um die jeweilige Stimmung auf die Leinwand zu bannen. Störtenbecker malt, was sich ihm anbietet: „Dinge, die von selber zu mir sprechen, kann ich am besten malen.“ Sie geben dem Auge quasi „geheime Zeichen“ und „drängen sich freundschaftlich auf“.

Störtenbecker blaue Lilien

So entstehen intime Naturansichten, die jedoch keine fotorealistischen Wiedergaben sind, sondern die Natur in eine eigene Formensprache übersetzen. Eine ausgeprägte Farbigkeit und eine fast schon abstrakte Bildkomposition relativieren den Vorwurf der Gefälligkeit, der ihm oft nach seiner Rückkehr zum reinen Naturalismus gemacht wurde.

Für Nikolaus Störtenbecker jedoch besteht das Wesen eines Kunstwerks darin, etwas zur Erscheinung zu bringen – und selbst wenn dies „nur“ schöner Schein ist, so ist auch das ein legitimes Anliegen.

Ohne Zweifel ist die Oberfläche die wahre Essenz, denn sie ist mit den Sinnen zu erfassen, und sie liegt im Atmen und Blühen des Lebendigen und in den Lichtern und Schatten, den Farben und Formen des Unbelebten“, formuliert es der Künstler selbst.

Ausstellungsdauer: 17.10.2015-28.2.2016

Eröffnung: 17.10., 15 Uhr. Einführung: Augustin M. Noffke, Künstlerkollege; Eröffnung: Wolfgang Jansen.

Weitere Termine im Ausstellungszeitraum:

30.10., 20 Uhr: Der Tourismusverein Tetenbüll präsentiert: „Haus Peters: Handel im Wandel – wie Kakao und Gewürze nach Tetenbüll kamen“.


Öffnungszeiten: Di.-So.: 13-17 Uhr

Tag des offenen Denkmals am 13.9. mit Susanne Wind

Noch bis zum 4. Oktober zeigt die Hamburger Künstlerin Susanne Wind ihre Ausstellung „Nordseeluft“ im Haus Peters. Am 13.9. zum Tag des offenen Denkmals, ist die Künstlerin wieder vor Ort. In einem Künstlergespräch beantwortet sie Fragen zu Technik und Motiven und gewährt Einblicke in ihr Schaffen. Auch die Besucher haben an diesem Tag Gelegenheit, Susanne Wind Fragen zu ihrer Arbeit und den ausgestellten Bildern zu stellen.

Als Malerin ist die Nordseeküste für mich eine unendliche Quelle von Stimmungen, die ich einfange. Wasser, Himmel und Strand gehören dazu, wie auch alltägliche Szenen der Küstenbewohner, der Straßen und Dörfer. Zu allen Jahreszeiten habe ich Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm, Fanø und Eiderstedt erlebt und fotografiert, um jetzt davon zu malen.“

Susannen Wind: Inselgarten, 2015

Susanne Wind ist dabei immer eine stille Beobachterin – ihr Blick bedrängt nicht die Objekte, die sie darstellt, auch wenn es Menschen oder Kinder sind – sie ist nie voyeuristisch. Sie beobachtet, schaut zu, aber sie bewertet nicht – und ebenso ergeht es dem Betrachter der Bilder: Er schlüpft selbst in die Rolle der Malerin, sieht plötzlich mit dem Künstlerauge – neutral, nicht wertend, sondern abwartend und still beobachtend – und wird so zum stillen Genießer einmaliger Momente, die direkt aus dem Leben gegriffen sind.

Susanne Wind: take off, 2015

Ihre Malerei gründet auf dem, was sie in der Freilichtmalerei gelernt hat: Ihre Motive sind nicht arrangiert, sondern werden von der Künstlerin immer wieder neu in der Natur entdeckt. Die realistische Malweise bleibt dabei immer ihr künstlerischer Hintergrund, auch wenn in Lichtreflexionen, Lichtflecken auf Wiesen oder Wegen durchaus auch ein impressionistischer Stil hindurch scheint. Da sieht man Lichtspiele auf Autos oder Fenstern, in Blättern und Gras spielt nicht nur der Wind, sondern auch die Sonne, der Wechsel von Schattenwurf und Lichteinfall lässt die Bilder lebendig wirken – eben so, als stünde man gerade selbst an dieser Stelle. Realismus, Impressionismus? Diese Kategorisierungen sind obsolet: Susanne Winds Stil entzieht sich einer eindeutigen Einordnung. Und das ist auch gut so. Denn der Betrachter soll nicht darüber sinnieren, welchem Stil die Bilder zuzuordnen sind, sondern soll selbst in die Bildwelten eintauchen.

13.9. ,15 Uhr: Tag des offenen Denkmals mit Susanne Wind: Künstlergespräch

Jahreshauptversammlung Förderverein Haus Peters e.V. am 28.2.2015

An die Mitglieder des
Fördervereins Haus Peters e.V.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2015                                      Februar 2015

 

Liebe Mitglieder des Fördervereins,

zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung lade ich Sie sehr herzlich ein:

 Sonnabend, 28. Februar 2015, um 14.30 Uhr

im Kirchspielkrug Tetenbüll bei Familie Clausen

 Tagesordnung:

1. Begrüßung durch den Vorsitzenden

2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2014 (Ille Conze)

3. Abschlussbericht der Geschäftsführung (Dr. Katrin Schäfer)

4. Bericht der Kassenwartin (Silke Nana Detlefsen)

5. Bericht der Kassenprüfer (Bernd Ipsen und Erna Ingwersen)

6. Entlastung des Vorstands

7. Neuwahlen Vorstand: 1. Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender, Kassenwart, Schriftführer, Beisitzer.

Frau Detlefsen (Kassenwartin) und Herr Schultz (Beisitzer) stehen nicht mehr für ihre Posten zur Verfügung.

8. Diskussion: Anhebung des Mitgliedsbeitrags

9. Besonderer Dank an unsere Sponsoren 2014

10. Sonstiges; Mitgliederwerbung; ehrenamtliches Mitwirken; Sponsoring; Brainstorming


Mit freundlichen Grüßen


Wolfgang Jansen (Vorsitzender)

Jahreshauptversammlung 2013 – Förderverein Haus Peters e.V.

Am 23.2.2013 fand die alljährliche Jahreshauptversammlung des Födervereins statt.

Schwerpunkte waren neben der Verabschiedung des bisherigen Vorsitzenden Sönnich Volquardsen und der Geschäftsführerin Brigitta Seidel die Neuwahlen und die Vorstellung der neuen Geschäftsführerin (ab 1.3.2013) Dr. Katrin Schäfer.

Hier die Ergebnisse der Neuwahlen, die jeweils ohne Gegenstimmen erfolgten:

1. Vorsitzender: Wolfgang Jansen

2. Vorsitzender: Helmut Oesen

Kassenwart: Silke Detlefsen

Kassenprüfer: Erna Ingwersen (neu); Andreas Weigand

Beisitzer: Heinz-Peter Schultz, Annegrete Hinrichs

Schriftführer: Ilse Möller

qua Amt als Bürgermeister der Gemeinde Tetenbüll: Henning Möller

Außerdem wurde Frau Brigitta Seidel zum Ehrenmitglied ernannt.

Hier der aktuelle Bericht aus den Husumer Nachrichten vom 25.2.2013:
http://www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails/artikel/haus-peters-wechsel-auch-im-vorstand.html